youtube-dl: Musikindustrie schießt mit der Schrotflinte auf Open Source (Netzpolitik)

Ich wurde von Netzpolitik.org zur DMCA-Abmahnung der Musikindustrie gegen youtube-dl befragt und erklärte die Problematik von Multifunktionswerkzeugen: „Genau wie mit Webbrowsern, Verschlüsselungstools und zahlreichen anderen Programmen kann man damit legale und illegale Dinge tun." Die Software wird nicht nur zum Download von Musik genutzt, sondern ist auch bei Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen beliebt. Amnesty International empfiehlt das Tool etwa, um Beweise zu sichern, und die FSFE nutzt es, um eigene Videos von diversen Plattformen zu spiegeln.

Zum Vorgehen der RIAA äußerte ich:

Freie-Software-Projekte und unabhängige Hosting-Plattformen können sich teure Rechtsstreite oft nicht leisten, auch wenn Multifunktionswerkzeuge wie youtube-dl für legale Zwecke konzipiert werden. Deren illegale Verwendung sollte sanktioniert werden, nicht die Bereitstellung und legale Nutzung.

Es werden auch die rechtlichen Grauzonen um YouTubes “Rolling Cipher” und die Kollateralschäden für Webhoster und Fork-Entwickler beleuchtet. Der vollständige Artikel mit allen rechtlichen Details ist auf Netzpolitik.org verfügbar.



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