In meinem Artikel auf heise online erinnere ich an den bahnbrechenden Sony-Rootkit-Skandal von 2005. Vor zehn Jahren entdeckte Sicherheitsforscher Mark Russinovich zufällig, dass gekaufte Musik-CDs von Sony heimlich ein Schadprogramm auf Computern installierten. Das Extended Copy Protection-Rootkit sollte Kopiervorgänge verhindern, verursachte aber massive Probleme:
Doch durch den unsauber programmierten Treiber beklagten zahlreiche Käufer Datenverluste, Systemabstürze oder Performanceprobleme. Das Rootkit ließ sich nicht einfach deinstallieren. Löschte man die zugehörigen Dateien, sorgten veränderte Registrierungsschlüssel dafür, dass das CD-Laufwerk des Computers unbenutzbar wurde.
Die Dimension des Skandals war enorm:
Etwa 22 Millionen Computer wurden von dieser bösartigen Software infiziert, darunter auch Tausende in militärischen Einrichtungen. Das bedeutete teilweise eine immense Gefahr, da die Software anderer Malware auf dem System ermöglichte, sich besser vor Virenscannern zu verstecken. Erst nach einigem Hin und Her und wegen des wachsenden Drucks bot Sony knapp zwei Monate später ein funktionierendes Removal Tool an und rief die CDs zurück. Etwas vergleichbares hat sich ein Unternehmen seitdem nicht mehr getraut.
Der vollständige Artikel mit technischen Details zum Rootkit ist auf heise online verfügbar.
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