Kommentar: 10 Jahre Sony-Rootkit – Why we should care (c’t magazin)

In meinem Kommentar zum 10. Jahrestag des Sony-Rootkit-Skandals warne ich vor den anhaltenden Gefahren durch Digitale Rechteminderung (DRM). Zehn Jahre nach dem Skandal, bei dem Sony Käufer:innen von Musik-CDs eine Schadsoftware unterjubelte, stehen wir heute vor wählerischen Kaffeemaschinen, spionierenden E-Book-Readern und Autos, die nur Ersatzteile bestimmter Hersteller akzeptieren.

Schlimmer noch ist aber der Verlust an Innovationspotenzial, den wir durch jedes weitere Produkt mit eingebauter Rechteminderung erleiden. Software oder Hardware der Zukunft wird immer auf der Benutzung und Modifikation der Geräte der Gegenwart aufbauen. Computer, in all ihren Erscheinungsformen, sind dabei die wichtigsten Geräte. Wenn diese essentiellen Werkzeuge künstlich beschränkt werden, schrumpfen die Möglichkeiten, mit ihnen Innovationen zu produzieren. Und anstatt Bestehendes weiterzuentwickeln, können wir es oft nicht einmal mehr selbst abändern oder reparieren.

Ich fordere ein positives “Right to Tinker” – ein Recht auf uneingeschränkte Nutzung, Modifikation und Experimentieren mit allen Geräten, die wir kaufen:

Wir benötigen also ein positives Recht auf uneingeschränkte Nutzung, Modifikation und Experimentieren mit allen Geräten, die wir kaufen (“Right to Tinker”). Uns müssen die Geräte auch tatsächlich gehören, die wir erworben haben. Das wird noch elementarer in Hinsicht auf das aufblühende Internet der Dinge, in dem noch viel mehr Computer um uns herum sein werden. Ob sie dann unsere Werkzeuge für Innovation sein werden oder solche zu unserer Einschränkung, müssen wir bald entscheiden. (mho)

Der vollständige Kommentar mit weiteren Details zu den gesellschaftlichen Folgen von DRM ist im c’t magazin verfügbar.



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