RED-Umsetzung: Open-Source-Szene droht Ausschluss aus der Funktechnik (heise online)

Quelle: c’t

Im Juli 2021 veröffentlichte Heise/c’t magazin einen ausführlichen Artikel über die Pläne der EU-Kommission, die Funkanlagenrichtlinie (RED) mit neuen Standards und delegierten Rechtsakten umzusetzen. Die Richtlinie enthält Artikel 3(3)i, der verlangt, dass Funkanlagen nur Software laden können, deren Konformität nachgewiesen wurde - was effektiv einen Sperrmechanismus für alle Geräte mit Funkmodulen schafft.

Der Artikel erklärt, wie dies die Open-Source- und Maker-Community bedroht, insbesondere Projekte wie Freifunk (Community-Drahtlosnetzwerke), Osmocom (freier Mobilfunk) und OpenWrt (Linux-Distribution für eingebettete Systeme). Es betrifft auch das gesamte Internet-der-Dinge-Ökosystem, da die meisten modernen Geräte Funkfunktionalität enthalten.

Ich wurde als Programm-Manager der FSFE zu den ernsten Auswirkungen zitiert:

Auch die FSFE rechnet nach wie vor mit dem Schlimmsten. Expertentreffen hätten gezeigt, dass die Kommission die Tragweite des Problems nicht erkenne, moniert Programm-Manager Max Mehl. Mit einem delegierten Akt drohten noch weiter einschneidende Regeln. Dabei habe die Brüsseler Institution schon bei ihrer ersten Konsultation zu dem Thema viele kritische Kommentare bekommen. Darin werde etwa zu bedenken gegeben, dass Funk-Hardware künftig nur noch im Paket mit einer unveränderbaren proprietären Software der Hersteller verkauft werde. Die Freiheit zum Nutzen und Reparieren der Geräte wäre so massiv eingeschränkt.

Der vollständige deutsche Artikel bietet umfangreiche technische Details und ist auf der Website von Heise verfügbar (siehe Link oben).



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