In meinem Artikel für die ISPA News (Internet Service Providers Austria) analysiere ich die weitreichenden Folgen der EU-Funkanlagenrichtlinie (Radio Equipment Directive, RED) für Nutzerrechte und Unternehmen. Artikel 3(3)(i) der Richtlinie verlangt, dass Hersteller sicherstellen müssen, dass nur konforme Software auf Funkgeräten läuft – ein Regelwerk, das in der Praxis einem vollständigen Lockdown gleichkommt. Ich zeige auf, wie dies Nutzer:innen daran hindern würde, alternative Firmware auf ihren Routern, Smartphones oder anderen Funkgeräten zu installieren, und damit fundamentale Freiheitsrechte beschneidet.
Besonders problematisch: Die Richtlinie trifft nicht nur Endnutzer:innen, sondern bedroht auch zahlreiche Unternehmen und Projekte in ihrer Existenz. Router-Hersteller, die auf OpenWrt setzen, innovative Startups im IoT-Bereich, Forschungseinrichtungen und die gesamte Open-Source-Community im Funkbereich stehen vor unüberwindlichen Hürden. Die Kosten für Compliance-Verfahren würden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Profit-Projekte ausschließen. Der Artikel verdeutlicht die Notwendigkeit, diese unverhältnismäßige Regulierung zu verhindern.
Der vollständige Artikel ist in den ISPA News 03/2026 erschienen.
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