Im Interview mit Netzpolitik.org erkläre ich anlässlich des 15-jährigen FSFE-Jubiläums und des bevorstehenden FSFE Summit, warum Freie Software weit über technische Aspekte hinausgeht. Die drängendsten Themen sehe ich im Internet of Things – den vielen kleinen Geräten in unseren Wohnungen – und der Frage nach Kontrolle über unsere Daten. Zur Ausrichtung des Summit als “keine Tech-Konferenz” betone ich:
Es geht bei unserem Summit eher um die Gestaltung der Welt der Technik, nicht rein um Software an sich. […] Wir arbeiten seit fünfzehn Jahren daran, die Bedingungen für Freie Software zu verbessern und damit elementare Rechte für alle Menschen in Europa zu schützen.
Ich schilde außerdem meine Erfahrungen aus Tansania, wo ich die Vorteile von Freier Software für Entwicklungsländer kennengelernt habe:
Viele Lizenzkosten sind gerade für Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländern exorbitant teuer. Der Vendor-Lock-in […] versetzt Schulen gerne mal den finanziellen Todesstoß. Gleichzeitig ermöglicht Freie Software, dass etwa lokale Anbieter für ein Unternehmen oder eine Uni Anpassungen an der Software vornehmen können, und zwar in einem Finanzrahmen, der den dortigen Verhältnissen entspricht.
Warum ich mich für Freie Software einsetze?
Ich habe gemerkt, dass Software ein elementarer Bestandteil unseres heutigen Lebens ist. […] Dabei stellt sich mir die Frage, ob wir zulassen möchten, dass Software uns kontrolliert und nicht andersrum.
Das vollständige Interview mit weiteren Details zur FSFE-Strategie, europäischem Aktivismus und dem Summit-Programm ist auf Netzpolitik.org verfügbar.
Comments