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    <title>Max Mehl (Deutsch)</title>
    <link>https://mehl.mx/categories/deutsch/</link>
    <description>Recent content in Deutsch on Max Mehl</description>
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    <lastBuildDate>Wed, 25 Mar 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate>
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    <item>
      <title>Software-Lieferketten bei der Deutschen Bahn</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2026/software-lieferketten-bei-der-deutschen-bahn/</link>
      <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2026/software-lieferketten-bei-der-deutschen-bahn/</guid>
      <description>Ich wurde mal wieder von Ralf Hersel zum “Captain it’s Wednesday” Podcast von GNU/Linux.ch eingeladen, um über Software-Lieferketten bei der Deutschen Bahn zu sprechen. Anlass waren meine jüngsten Vorträge auf der FOSS Backstage und der FOSDEM, in denen ich über die Herausforderungen und Chancen von Software-Lieferketten bei der DB gesprochen habe.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Ich wurde mal wieder von Ralf Hersel zum “Captain it&amp;rsquo;s Wednesday” Podcast von GNU/Linux.ch eingeladen, um über Software-Lieferketten bei der Deutschen Bahn zu sprechen. Anlass waren meine jüngsten Vorträge auf der &lt;a href=&#34;https://mehl.mx/blog/2026/getting-real-with-the-supply-chain-from-sbom-data-to-action/&#34;&gt;FOSS Backstage&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&#34;https://mehl.mx/blog/2026/software-supply-chain-strategy-at-deutsche-bahn/&#34;&gt;FOSDEM&lt;/a&gt;, in denen ich über die Herausforderungen und Chancen von Software-Lieferketten bei der DB gesprochen habe.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Mit Ralf habe ich mal ganz vorne angefangen: was ist eine Software-Lieferkette überhaupt, warum ist sie wichtig, und wie sieht sie bei einem großen Unternehmen wie der Deutschen Bahn aus, und was haben diese SBOMs damit zu tun? Wir haben über die enormen Mengen an Software-Komponenten gesprochen, die täglich bei der DB verarbeitet werden, und wie wir versuchen, den Überblick zu behalten und Risiken zu managen. Dabei ging es auch um die Rolle von Freier und Open Source in der Lieferkette und wie wir dabei mit der Community zusammenarbeiten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Nach exakt 37 Minuten war das Gespräch auch schon wieder vorbei und natürlich konnten wir nicht in jedes Detail eintauchen. Aber ich hoffe, es war dennoch ein interessanter Einblick für die Zuhörenden.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Freie Software bei der Deutschen Bahn</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2023/freie-software-bei-der-deutschen-bahn/</link>
      <pubDate>Wed, 15 Nov 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2023/freie-software-bei-der-deutschen-bahn/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Im “Captain it&amp;rsquo;s Wednesday” Podcast von GNU/Linux.ch sprach ich mit Ralf Hersel über Freie Software bei der Deutschen Bahn. Das Gespräch fand rund ein Jahr nach meinem Wechsel von der FSFE zur DB Systel statt und bot eine gute Gelegenheit, über meine neue Rolle zu sprechen und zu reflektieren, wie ein großer Konzern wie die Deutsche Bahn mit Open Source umgeht. Der CIW-Podcast richtet sich an die deutschsprachige GNU/Linux- und Freie-Software-Community und behandelt regelmäßig technische und gesellschaftliche Themen rund um Freie Software.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im “Captain it&amp;rsquo;s Wednesday” Podcast von GNU/Linux.ch sprach ich mit Ralf Hersel über Freie Software bei der Deutschen Bahn. Das Gespräch fand rund ein Jahr nach meinem Wechsel von der FSFE zur DB Systel statt und bot eine gute Gelegenheit, über meine neue Rolle zu sprechen und zu reflektieren, wie ein großer Konzern wie die Deutsche Bahn mit Open Source umgeht. Der CIW-Podcast richtet sich an die deutschsprachige GNU/Linux- und Freie-Software-Community und behandelt regelmäßig technische und gesellschaftliche Themen rund um Freie Software.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Im Gespräch erzählte ich von meinem Werdegang – über 10 Jahre im FOSS-Umfeld, lange Zeit bei der FSFE mit politischer Arbeit, Öffentlichkeitskampagnen wie “Public Money, Public Code” und technischen Themen wie REUSE, und dann der Wechsel zur DB Systel im Herbst 2022. Ich beschrieb meine Rolle als Teil des virtuellen “Open Source Program Office” der Bahn, wo wir uns um alles rund um Open Source kümmern: von Einsatz und Contributions über Richtlinien und Beratung bis hin zur strategischen Ausrichtung mit dem Open Source Manifest der DB. Ein besonderer Schwerpunkt war die Gründung der &lt;a href=&#34;https://openrailassociation.org&#34;&gt;OpenRail Association&lt;/a&gt; – eine Kollaboration mit anderen europäischen Bahnen zur gemeinsamen Entwicklung von Open Source für den Eisenbahnsektor.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Diskussion beleuchtete, wie die DB enorm viel Open Source einsetzt, in vielen Projekten als Contributor aktiv ist, eigene Software veröffentlicht und Mitglied in verschiedenen Foundations ist. Wir sprachen auch über die Herausforderungen eines so großen, föderierten Konzerns mit über 300.000 Mitarbeitenden und wie man versucht, Open-Source-Prinzipien in dieser Struktur zu verankern. Das Gespräch endete mit einem Aufruf an die Community: Contributions zu unseren Open-Source-Projekten sind willkommen, und wir suchen immer mehr Freie-Software-Enthusiasten, die bei der Bahn mitarbeiten möchten.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Was machen eigentlich Open-Source-Maintainer?</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2023/was-machen-eigentlich-open-source-maintainer/</link>
      <pubDate>Wed, 27 Sep 2023 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Auf dem 9. Bitkom Forum Open Source in Erfurt präsentierten Cornelius Schumacher und ich eine Erzählung über das Leben von Open-Source-Maintainern, strukturiert als Drama mit Happy End. Durch die Geschichte von “Alex”, einer fiktiven Entwicklerin, beleuchteten wir, was Maintainer wirklich antreibt, was sie jenseits des Programmierens tun und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. Der Vortrag führte von der anfänglichen Motivation, ein neues Tool aus Leidenschaft und eigenem Bedarf zu schaffen, über das Wachstum zur respektierten Maintainerin mit Community-Building-Verantwortung bis hin zum Übergang der Rolle für die Nachhaltigkeit des Projekts.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Auf dem 9. Bitkom Forum Open Source in Erfurt präsentierten Cornelius Schumacher und ich eine Erzählung über das Leben von Open-Source-Maintainern, strukturiert als Drama mit Happy End. Durch die Geschichte von “Alex”, einer fiktiven Entwicklerin, beleuchteten wir, was Maintainer wirklich antreibt, was sie jenseits des Programmierens tun und welchen Herausforderungen sie sich stellen müssen. Der Vortrag führte von der anfänglichen Motivation, ein neues Tool aus Leidenschaft und eigenem Bedarf zu schaffen, über das Wachstum zur respektierten Maintainerin mit Community-Building-Verantwortung bis hin zum Übergang der Rolle für die Nachhaltigkeit des Projekts.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Präsentation hob die oft übersehenen Aspekte der Maintainership hervor: Beantwortung von Issues und Pull Requests, Moderation von Diskussionen, Sicherstellung der Einhaltung des Code of Conduct, Mentoring von Neulingen, Gestaltung von Roadmaps und strategische Entscheidungen. Wir thematisierten auch die kulturellen und prozessualen Unterschiede zwischen Unternehmen und Open-Source-Communities – von hierarchischen versus Peer-Production-Modellen bis hin zu unterschiedlicher Ressourcenverfügbarkeit und Commitment-Strukturen. Die Kernbotschaft: Maintainer sind keine Chefs, sondern Diener ihrer Communities, und das wahre Kapital eines Open-Source-Projekts liegt nicht im Code, sondern in den Menschen und der Community, die es am Leben halten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag betonte, dass Maintainer zwar in Motivation, Finanzierungsmodellen und Governance-Strukturen unterschiedlich sind, aber Kerncharakteristika teilen: hohes Verantwortungsbewusstsein, autonomes Handeln, Interessenausgleich und Servant Leadership.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der große NINA-Flop (BILD)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2021/der-gro%C3%9Fe-nina-flop-bild/</link>
      <pubDate>Thu, 22 Jul 2021 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2021/der-gro%C3%9Fe-nina-flop-bild/</guid>
      <description>Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Deutschland im Juli 2021 veröffentlichte BILD einen Artikel, der das Versagen der NINA-Warn-App kritisierte. Ich wurde zu den technischen Grenzen des zentralisierten Warnsystems und zu resilienteren Alternativen wie Cell Broadcast befragt, die alle Menschen erreichen können, ohne dass eine App installiert werden muss.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Deutschland im Juli 2021 veröffentlichte BILD einen Artikel, der das Versagen der NINA-Warn-App kritisierte, nicht genug Menschen während der Katastrophe zu erreichen. Der Artikel hebt hervor, dass die App trotz rund 9 Millionen Downloads nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung erreichte und viele Menschen nicht ausreichend vor den Fluten gewarnt wurden.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich wurde im Artikel zu den technischen Problemen mit NINA und dem zentralisierten Warnsystem zitiert:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Kritik an NINA kommt auch von Max Mehl (Free Software Foundation Europe): Da NINA keine freie Software sei, könne sie auch nicht durch die Öffentlichkeit oder unabhängige Experten überprüft werden. Am bundesweiten Warntag 2020 versagte NINA schließlich komplett.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Flaschenhals des Systems laut Mehl: das zentrale Warnsystem, durch das auch NINA mit Infos gefüttert wird. Damals sei die App förmlich verstopft worden mit Informationen und habe die Warnungen „nur zeitversetzt oder gar nicht&amp;quot; abgesetzt. Im echten Katastrophenfall fatal!&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Experte zu BILD: „Wenn Sie die Bewohner einer Straße informieren wollen, ist es mit Sicherheit schneller, laute Durchsagen mit Megafonen zu machen, als an jeder Haustür einzeln zu klopfen und die Nachricht zu überbringen.&amp;quot; Genauso wie das Haustür-Verfahren funktioniere aber die Warnung per App.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Artikel diskutiert, wie Warnungen Menschen automatisch erreichen müssen und nicht davon abhängig sein dürfen, dass sie eine App installieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige Artikel kann auf der archivierten BILD-Seite gelesen werden (siehe Link oben).&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>RED-Umsetzung: Open-Source-Szene droht Ausschluss aus der Funktechnik (heise online)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2021/red-umsetzung-open-source-szene-droht-ausschluss-aus-der-funktechnik-heise-online/</link>
      <pubDate>Tue, 06 Jul 2021 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2021/red-umsetzung-open-source-szene-droht-ausschluss-aus-der-funktechnik-heise-online/</guid>
      <description>Heise/c&amp;rsquo;t magazin berichtete über die Pläne der EU-Kommission, die Funkanlagenrichtlinie (RED) mit Vorschriften umzusetzen, die effektiv alle Funkgeräte sperren könnten. Als Programm-Manager der FSFE wurde ich zitiert und warnte vor der Bedrohung für Open-Source-Projekte wie Freifunk, OpenWrt und das gesamte Internet-der-Dinge-Ökosystem, da die Anforderungen es nahezu unmöglich machen würden, alternative Software auf Geräten mit Funkmodulen zu installieren.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im Juli 2021 veröffentlichte Heise/c&amp;rsquo;t magazin einen ausführlichen Artikel über die Pläne der EU-Kommission, die Funkanlagenrichtlinie (RED) mit neuen Standards und delegierten Rechtsakten umzusetzen. Die Richtlinie enthält Artikel 3(3)i, der verlangt, dass Funkanlagen nur Software laden können, deren Konformität nachgewiesen wurde - was effektiv einen Sperrmechanismus für alle Geräte mit Funkmodulen schafft.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Artikel erklärt, wie dies die Open-Source- und Maker-Community bedroht, insbesondere Projekte wie Freifunk (Community-Drahtlosnetzwerke), Osmocom (freier Mobilfunk) und OpenWrt (Linux-Distribution für eingebettete Systeme). Es betrifft auch das gesamte Internet-der-Dinge-Ökosystem, da die meisten modernen Geräte Funkfunktionalität enthalten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich wurde als Programm-Manager der FSFE zu den ernsten Auswirkungen zitiert:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auch die FSFE rechnet nach wie vor mit dem Schlimmsten. Expertentreffen hätten gezeigt, dass die Kommission die Tragweite des Problems nicht erkenne, moniert Programm-Manager Max Mehl. Mit einem delegierten Akt drohten noch weiter einschneidende Regeln. Dabei habe die Brüsseler Institution schon bei ihrer ersten Konsultation zu dem Thema viele kritische Kommentare bekommen. Darin werde etwa zu bedenken gegeben, dass Funk-Hardware künftig nur noch im Paket mit einer unveränderbaren proprietären Software der Hersteller verkauft werde. Die Freiheit zum Nutzen und Reparieren der Geräte wäre so massiv eingeschränkt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige deutsche Artikel bietet umfangreiche technische Details und ist auf der Website von Heise verfügbar (siehe Link oben).&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Digitale Souveränität in Europa - Freie und Open Source Software als Schlüssel</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2021/digitale-souver%C3%A4nit%C3%A4t-in-europa-freie-und-open-source-software-als-schl%C3%BCssel/</link>
      <pubDate>Thu, 15 Apr 2021 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2021/digitale-souver%C3%A4nit%C3%A4t-in-europa-freie-und-open-source-software-als-schl%C3%BCssel/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei Europe Direct Dortmund hielt ich einen Vortrag über digitale Souveränität in Europa und die zentrale Rolle, die Freie und Open Source Software dabei spielt. Der Vortrag beleuchtete, wie abhängig Europa von proprietären Softwarelösungen geworden ist und welche Risiken diese Abhängigkeit für demokratische Institutionen, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und technologische Selbstbestimmung mit sich bringt. Ich argumentierte, dass echte digitale Souveränität nur durch den strategischen Einsatz und die Förderung Freier Software erreicht werden kann.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei Europe Direct Dortmund hielt ich einen Vortrag über digitale Souveränität in Europa und die zentrale Rolle, die Freie und Open Source Software dabei spielt. Der Vortrag beleuchtete, wie abhängig Europa von proprietären Softwarelösungen geworden ist und welche Risiken diese Abhängigkeit für demokratische Institutionen, wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und technologische Selbstbestimmung mit sich bringt. Ich argumentierte, dass echte digitale Souveränität nur durch den strategischen Einsatz und die Förderung Freier Software erreicht werden kann.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Präsentation zeigte konkrete Beispiele, wie Freie Software Europa mehr Kontrolle über seine digitale Infrastruktur geben kann – von öffentlichen Verwaltungen über Bildungseinrichtungen bis hin zu kritischen Infrastrukturen. Ich diskutierte die Bedeutung offener Standards, die Wichtigkeit von Transparenz und Überprüfbarkeit in Software, und wie die Prinzipien von “Public Money, Public Code” dazu beitragen können, eine nachhaltige und souveräne digitale Zukunft für Europa aufzubauen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag betonte, dass digitale Souveränität nicht bedeutet, Europa von der Welt abzuschotten, sondern vielmehr die Fähigkeit zu entwickeln, eigene technologische Entscheidungen zu treffen und an offenen, internationalen Entwicklungsmodellen auf Augenhöhe teilzunehmen.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Zu Gast beim GNU/Linux-Podcast #6 - Android und Public Money, Public Code</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2021/zu-gast-beim-gnu-linux-podcast-6-android-und-public-money-public-code/</link>
      <pubDate>Sat, 02 Jan 2021 00:00:00 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Ich war als Gast bei der sechsten Ausgabe des GnuLinuxNews-Podcasts zu Gast, wo wir über verschiedene Themen aus der Welt von Free and Open Source Software sprachen. Der GnuLinuxNews-Podcast richtet sich an die deutschsprachige Linux- und Freie-Software-Community und behandelt aktuelle Entwicklungen, Projekte und politische Themen rund um Freie Software. In dieser Ausgabe diskutierten wir insbesondere über Android und dessen Beziehung zu Freier Software sowie über “Public Money, Public Code”.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Ich war als Gast bei der sechsten Ausgabe des GnuLinuxNews-Podcasts zu Gast, wo wir über verschiedene Themen aus der Welt von Free and Open Source Software sprachen. Der GnuLinuxNews-Podcast richtet sich an die deutschsprachige Linux- und Freie-Software-Community und behandelt aktuelle Entwicklungen, Projekte und politische Themen rund um Freie Software. In dieser Ausgabe diskutierten wir insbesondere über Android und dessen Beziehung zu Freier Software sowie über “Public Money, Public Code”.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ein Schwerpunkt lag auf dem Android-Ökosystem und den Herausforderungen und Chancen für Freie Software in diesem Bereich. Wir sprachen über die Unterschiede zwischen dem AOSP (Android Open Source Project) und den proprietären Google-Diensten, über alternative App-Stores wie F-Droid, und wie Nutzer mehr Kontrolle über ihre Android-Geräte erlangen können. Außerdem beleuchteten wir die “Public Money, Public Code”-Kampagne der FSFE und warum es wichtig ist, dass öffentlich finanzierte Software als Freie Software veröffentlicht wird.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Podcast bot eine gute Gelegenheit, diese Themen in einem lockeren, aber informativen Format für ein deutschsprachiges Publikum aufzubereiten und praktische Tipps mit politischen Diskussionen zu verbinden.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>youtube-dl: Musikindustrie schießt mit der Schrotflinte auf Open Source (Netzpolitik)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2020/youtube-dl-musikindustrie-schie%C3%9Ft-mit-der-schrotflinte-auf-open-source-netzpolitik/</link>
      <pubDate>Fri, 06 Nov 2020 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2020/youtube-dl-musikindustrie-schie%C3%9Ft-mit-der-schrotflinte-auf-open-source-netzpolitik/</guid>
      <description>Ich wurde von Netzpolitik.org zum aggressiven Vorgehen der Musikindustrie gegen youtube-dl befragt. Als FSFE-Programm-Manager erklärte ich, dass Multifunktionswerkzeuge wie youtube-dl für zahlreiche legale Zwecke genutzt werden – von Journalist:innen über Wissenschaftler:innen bis zu Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Das Problem ist, dass Freie-Software-Projekte sich teure Rechtsstreite oft nicht leisten können.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Ich wurde von Netzpolitik.org zur DMCA-Abmahnung der Musikindustrie gegen youtube-dl befragt und erklärte die Problematik von Multifunktionswerkzeugen: „Genau wie mit Webbrowsern, Verschlüsselungstools und zahlreichen anderen Programmen kann man damit legale und illegale Dinge tun.&amp;quot; Die Software wird nicht nur zum Download von Musik genutzt, sondern ist auch bei Journalist:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen beliebt. Amnesty International empfiehlt das Tool etwa, um Beweise zu sichern, und die FSFE nutzt es, um eigene Videos von diversen Plattformen zu spiegeln.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Zum Vorgehen der RIAA äußerte ich:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Freie-Software-Projekte und unabhängige Hosting-Plattformen können sich teure Rechtsstreite oft nicht leisten, auch wenn Multifunktionswerkzeuge wie youtube-dl für legale Zwecke konzipiert werden. Deren illegale Verwendung sollte sanktioniert werden, nicht die Bereitstellung und legale Nutzung.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Es werden auch die rechtlichen Grauzonen um YouTubes “Rolling Cipher” und die Kollateralschäden für Webhoster und Fork-Entwickler beleuchtet. Der &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2020/youtube-dl-musikindustrie-schiesst-mit-der-schrotflinte-auf-open-source/&#34;&gt;vollständige Artikel&lt;/a&gt; mit allen rechtlichen Details ist auf Netzpolitik.org verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Führt mehr Freiheit zu mehr Sicherheit?</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2020/f%C3%BChrt-mehr-freiheit-zu-mehr-sicherheit/</link>
      <pubDate>Wed, 01 Apr 2020 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2020/f%C3%BChrt-mehr-freiheit-zu-mehr-sicherheit/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Im Librezoom-Podcast LZ20 mit dem Host Ralf Hersel gab ich ein Interview zur Frage, ob mehr Freiheit zu mehr Sicherheit führt – ein scheinbares Paradoxon in der IT-Sicherheitsdebatte. Viele Menschen assoziieren Sicherheit mit Kontrolle und Einschränkungen, während Freie und Open Source Software auf Offenheit setzt. In diesem Gespräch ging ich der Frage nach, warum diese scheinbare Dichotomie in der Realität keine ist und wie Freie Software tatsächlich fundamentale Voraussetzungen für echte IT-Sicherheit schafft.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im Librezoom-Podcast LZ20 mit dem Host Ralf Hersel gab ich ein Interview zur Frage, ob mehr Freiheit zu mehr Sicherheit führt – ein scheinbares Paradoxon in der IT-Sicherheitsdebatte. Viele Menschen assoziieren Sicherheit mit Kontrolle und Einschränkungen, während Freie und Open Source Software auf Offenheit setzt. In diesem Gespräch ging ich der Frage nach, warum diese scheinbare Dichotomie in der Realität keine ist und wie Freie Software tatsächlich fundamentale Voraussetzungen für echte IT-Sicherheit schafft.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wir diskutierten über verschiedene Aspekte: Transparenz durch Quellcode-Offenheit, die Möglichkeit unabhängiger Sicherheitsaudits, die Bedeutung von Kontrolle über die eigene Software-Infrastruktur, und warum proprietäre “Sicherheit by Obscurity” ein gefährlicher Trugschluss ist. Das Interview beleuchtete auch praktische Beispiele, wo Closed-Source-Software zu Sicherheitsproblemen führte, während Freie Software Alternativen robustere Lösungen bot.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Diese Diskussion war besonders relevant in einer Zeit, in der IT-Sicherheit zunehmend als Begründung für mehr Überwachung und weniger digitale Freiheiten herangezogen wurde. Das Interview argumentierte, dass echter Schutz nicht durch Einschränkung von Freiheit, sondern durch deren Ermöglichung erreicht wird.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Keine IT-Sicherheit ohne Freie Software</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2020/keine-it-sicherheit-ohne-freie-software/</link>
      <pubDate>Sat, 22 Feb 2020 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2020/keine-it-sicherheit-ohne-freie-software/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Beim Winterkongress der Digitalen Gesellschaft Schweiz hielt ich einen Vortrag über den fundamentalen Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Freier Software/Open Source. Die Kernthese war provokant formuliert, aber technisch begründet: Echte IT-Sicherheit ist ohne Freie Software nicht möglich. In einer Zeit, in der Cybersecurity zunehmend als kritisches Thema für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat wahrgenommen wurde, argumentierte ich, dass proprietäre Software strukturelle Sicherheitsprobleme mit sich bringt, die nicht einfach durch bessere Praktiken gelöst werden können.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Beim Winterkongress der Digitalen Gesellschaft Schweiz hielt ich einen Vortrag über den fundamentalen Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Freier Software/Open Source. Die Kernthese war provokant formuliert, aber technisch begründet: Echte IT-Sicherheit ist ohne Freie Software nicht möglich. In einer Zeit, in der Cybersecurity zunehmend als kritisches Thema für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat wahrgenommen wurde, argumentierte ich, dass proprietäre Software strukturelle Sicherheitsprobleme mit sich bringt, die nicht einfach durch bessere Praktiken gelöst werden können.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag beleuchtete mehrere Dimensionen dieses Arguments: Transparenz als Voraussetzung für Vertrauen, die Notwendigkeit unabhängiger Sicherheitsüberprüfungen, das Problem von Hintertüren und nicht offengelegten Schwachstellen in Closed-Source-Software, sowie die Bedeutung von Vendor-Unabhängigkeit für langfristige Sicherheitsupdates. Für das Publikum beim Winterkongress, das sich für digitale Bürgerrechte und eine demokratische digitale Gesellschaft einsetzt, war diese Verbindung zwischen Freiheit und Sicherheit besonders relevant. Der Vortrag zeigte, dass es kein Widerspruch ist, gleichzeitig für Softwarefreiheit und für Sicherheit einzutreten. Ganz im Gegenteil: das eine setzt das andere voraus.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>IT-Sicherheit? Freie Software!</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2019/it-sicherheit-freie-software/</link>
      <pubDate>Sat, 27 Apr 2019 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2019/it-sicherheit-freie-software/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei den Grazer Linuxtagen 2019 hielt ich die Keynote über den Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Freier Software. Die Grazer Linuxtage sind eine der wichtigsten deutschsprachigen Veranstaltungen für GNU/Linux und Freie Software, und die Keynote bot die Möglichkeit, dem gesamten Publikum &amp;ndash; von Einsteigern bis zu erfahrenen Entwicklern &amp;ndash; zu erläutern, warum Freie und Open Source Software keine Option, sondern eine Voraussetzung für echte IT-Sicherheit ist.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei den Grazer Linuxtagen 2019 hielt ich die Keynote über den Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Freier Software. Die Grazer Linuxtage sind eine der wichtigsten deutschsprachigen Veranstaltungen für GNU/Linux und Freie Software, und die Keynote bot die Möglichkeit, dem gesamten Publikum &amp;ndash; von Einsteigern bis zu erfahrenen Entwicklern &amp;ndash; zu erläutern, warum Freie und Open Source Software keine Option, sondern eine Voraussetzung für echte IT-Sicherheit ist.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag beleuchtete, warum proprietäre Software strukturelle Sicherheitsprobleme mit sich bringt: fehlende Transparenz verhindert unabhängige Sicherheitsanalysen, Nutzer haben keine Kontrolle darüber, was ihre Software tatsächlich macht, und Vendor-Lock-in führt dazu, dass Sicherheitsupdates von Geschäftsinteressen abhängen statt von tatsächlichen Bedrohungen. Im Gegensatz dazu ermöglicht Freie Software Überprüfbarkeit, Community-betriebene Sicherheitsforschung, und stellt sicher, dass Nutzer die Hoheit über ihre IT-Systeme behalten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Als Keynote war der Vortrag bewusst breit angelegt, um verschiedene Aspekte des Themas zu beleuchten: von konkreten technischen Sicherheitsvorteilen über die Bedeutung offener Standards bis hin zu gesellschaftlichen Fragen digitaler Souveränität. Die Botschaft war klar: Wer IT-Sicherheit ernst nimmt, kommt an Freier Software nicht vorbei.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Android-Kontrolle: So verbannen Sie Google vom Smartphone (WELT.de)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2018/android-kontrolle-so-verbannen-sie-google-vom-smartphone-welt.de/</link>
      <pubDate>Mon, 20 Aug 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2018/android-kontrolle-so-verbannen-sie-google-vom-smartphone-welt.de/</guid>
      <description>WELT veröffentlichte einen Ratgeber, wie Android-Nutzer:innen Google-Dienste von ihren Smartphones zurückdrängen oder entfernen können. Der Artikel richtet sich an Menschen, die mehr Kontrolle über ihre Daten haben möchten, und behandelt alternative App Stores wie F-Droid, freie Android-Distributionen wie LineageOS sowie datenschutzfreundliche Alternativen zu Google-Apps.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;WELT veröffentlichte einen praktischen Leitfaden für Nutzer:innen, die mehr digitale Souveränität über ihre Android-Geräte erlangen möchten. Der Artikel erklärt, wie man Google-Dienste zurückdrängen oder ganz entfernen kann – von der Nutzung alternativer App Stores wie F-Droid bis zum Einsatz freier Android-Distributionen wie LineageOS. Dabei werden auch datenschutzfreundliche Alternativen für gängige Google-Apps vorgestellt, etwa für E-Mail, Kalender und Navigation.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich werde im Artikel zitiert und erkläre, dass die Kontrolle über die Software auf unseren Geräten unter anderem entscheidend für den Schutz unserer Privatsphäre ist:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Google ist gut darin, vieles Grundsätzliches anzubieten, was wir machen wollen, und das auch noch sehr komfortabel. Das Problem ist aber, dass es Google immer auch darum geht, Daten für Werbung zu sammeln. Das kann man einfach in den Nutzungsbedingungen nachschauen. Eine Umstellung passiert nicht über Nacht, das ist ein schrittweiser Prozess. Der erste Schritt ist, sich bewusst zu machen, was man bereits nutzt und was davon unerwünscht ist. Der zweite Schritt ist das Ersetzen nicht gewollter Dienste und Apps. Der dritte Schritt wäre die Installation eines Betriebssystems ganz ohne Google.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige Artikel mit allen praktischen Anleitungen ist auf &lt;a href=&#34;https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article181237140/Android-Kontrolle-So-verbannen-Sie-Google-vom-Smartphone.html&#34;&gt;WELT online&lt;/a&gt; verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Souveränität durch Freie Software (Bundeswehr)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2018/souver%C3%A4nit%C3%A4t-durch-freie-software-bundeswehr/</link>
      <pubDate>Tue, 03 Jul 2018 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2018/souver%C3%A4nit%C3%A4t-durch-freie-software-bundeswehr/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei einem internen Vortrag für die deutsche Bundeswehr sprach ich über digitale Souveränität durch Freie Software. Dieser ungewöhnliche Kontext – eine Präsentation vor militärischem Personal – bot die Möglichkeit, die Bedeutung von Softwarefreiheit aus der Perspektive von IT-Sicherheit, strategischer Unabhängigkeit und operationaler Kontrolle zu beleuchten. Für Organisationen, die mit hochsensiblen Daten arbeiten und nationale Sicherheitsinteressen berücksichtigen müssen, sind die Fragen nach Souveränität und Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur besonders dringend.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei einem internen Vortrag für die deutsche Bundeswehr sprach ich über digitale Souveränität durch Freie Software. Dieser ungewöhnliche Kontext – eine Präsentation vor militärischem Personal – bot die Möglichkeit, die Bedeutung von Softwarefreiheit aus der Perspektive von IT-Sicherheit, strategischer Unabhängigkeit und operationaler Kontrolle zu beleuchten. Für Organisationen, die mit hochsensiblen Daten arbeiten und nationale Sicherheitsinteressen berücksichtigen müssen, sind die Fragen nach Souveränität und Kontrolle über die eigene IT-Infrastruktur besonders dringend.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag betonte, wie Abhängigkeit von proprietärer Software strategische Risiken schafft: Auslandsabhängigkeit bei kritischer Infrastruktur, mangelnde Möglichkeit zur Überprüfung auf Backdoors oder Schwachstellen, und fehlende Kontrolle über Updates und Funktionsänderungen. Freie Software bietet hingegen die Möglichkeit, Code zu auditieren, Sicherheitslücken selbst zu schließen, und unabhängig von kommerziellen Anbietern langfristige Supportstrukturen aufzubauen. Diese Argumente gelten nicht nur für militärische Organisationen, sondern für alle Bereiche der öffentlichen Verwaltung und kritischen Infrastruktur.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Diskussion zeigte, dass das Bewusstsein für diese Themen in der Bundeswehr durchaus vorhanden war, aber oft praktische Hürden – von Procurement-Strukturen bis zu fehlender Expertise – die Umstellung auf Freie Software erschwerten. Der Vortrag half, die strategische Bedeutung dieser Entscheidungen zu unterstreichen und Argumente zu liefern, warum Software-Souveränität eine langfristige Investition in Sicherheit und Unabhängigkeit darstellt.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Idee: Wiki zu gesellschaftspolitischen Positionen von Prominenten</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2017/idee-wiki-zu-gesellschaftspolitischen-positionen-von-prominenten/</link>
      <pubDate>Mon, 29 May 2017 10:15:45 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Alles begann, als mein Mitbewohner Lars und ich uns eines morgens fragten: „Mit wem würden wir lieber ein Bier trinken gehen, Thomas de Maizière oder Jens Lehmann?“.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Zu de Maizière hatten wir beide eine recht eindeutige Meinung, aber bei Lehmann waren wir uns nicht sicher, ob wir uns mit ihm verstehen würden. Lars meinte sich zu erinnern, dass er ein merkwürdiges Gesellschaftsbild hätte, allerdings zeigte ein Blick auf &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Lehmann&#34;&gt;Lehmanns Wikipedia-Artikel&lt;/a&gt;, dass er gemeinnützig sehr engagiert ist. Was nun? Würden wir uns mit dem Ex-Nationaltorwart bei einem gemütlichen Bier gut verstehen oder schon nach wenigen Minuten in einer heftigen Diskussion über Geschlechterbilder enden?&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Alles begann, als mein Mitbewohner Lars und ich uns eines morgens fragten: „Mit wem würden wir lieber ein Bier trinken gehen, Thomas de Maizière oder Jens Lehmann?“.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Zu de Maizière hatten wir beide eine recht eindeutige Meinung, aber bei Lehmann waren wir uns nicht sicher, ob wir uns mit ihm verstehen würden. Lars meinte sich zu erinnern, dass er ein merkwürdiges Gesellschaftsbild hätte, allerdings zeigte ein Blick auf &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Lehmann&#34;&gt;Lehmanns Wikipedia-Artikel&lt;/a&gt;, dass er gemeinnützig sehr engagiert ist. Was nun? Würden wir uns mit dem Ex-Nationaltorwart bei einem gemütlichen Bier gut verstehen oder schon nach wenigen Minuten in einer heftigen Diskussion über Geschlechterbilder enden?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;„Man bräuchte eine Wikipedia über gesellschaftspolitische Positionen von A-Prominenten“, sagte Lars, womit er meiner Meinung nach absolut Recht hat. Denn eine solche Sammlung zu politischen Einstellungen würde gleich mehreren Aufträgen dienen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ul&gt;&#xA;&lt;li&gt;Prominente hübschen oft ihr Portfolio durch öffentlichkeitswirksame Aktionen wie Spendengalas oder ein paar Fototerminen mit armen Kindern in Drittweltländern auf, weichen aber in ihren Aussagen manchmal erkennbar von einem menschenfreundlichen Bild ab. Gerade bei politischen Akteuren ist eine gewisse Transparenz der gesellschaftlichen Grundeinstellungen wünschenswert.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Aus wissenschaftlicher Sicht ist ein Vergleich der „inszenierten“ Außendarstellung und der (vermeintlichen) eigentlichen Einstellung höchst interessant. Auch ein Abgleich der öffentlichen Einschätzung zu bestimmten Prominenten und der eigentlichen Positionen wäre sicherlich spannend und mit einer entsprechenden Datenbank gut durchzuführen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Ein solches Wiki würde kritisches Denken fördern und etwa inhaltsleeren, rein auf Emotionen zielenden Wahlplakaten und Hochglanzbroschüren zumindest ein bisschen Macht entziehen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Es würde ebenfalls widersprüchliche Positionen von Prominenten oder deren Wertewandel aufzeichnen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ul&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wie könnte ein solches Wiki gestaltet sein? Erste Ideen kreisten um eine Auflistung bestimmter gesellschaftspolitischer Fragen und wie die Person dazu eingestellt ist, also etwa Einstellung zu Geflüchteten, verschiedenen Geschlechterbildern, Hilfe von sozial schwächer Gestellten, Behinderung, Ehrenamt, Ehe und Partnerschaft, Religion und so weiter. Weiterhin wäre es spannend, eine Person auf einem zweiachsigen politischen Kompass einzuordnen (wie es etwa &lt;a href=&#34;https://politicalcompass.org/&#34;&gt;politicalcompass.org&lt;/a&gt; tut).&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ganz offensichtlich bräuchte es ebenso wie das große Vorbild Wikipedia eine große Anzahl von Freiwilligen, die Inhalte einstellen und ab einem gewissen Level auch moderieren und organisieren. Und natürlich müsste es einen wohldefinierten Codex geben, in dem beispielweise festgehalten wird, welche Arten von Quellen überhaupt für die Einschätzung von politischen Positionen zulässig sind (etwa nur direkte Interviews und keine Aussagen von Dritten).&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Nichtsdestotrotz würde ein solches Wiki natürlich auch einige Risiken bergen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ul&gt;&#xA;&lt;li&gt;Die Gefahr einseitiger oder gar verfälschter Eintragungen ist hoch. Man müsste große Warnungen anzeigen, wenn es bisher nur wenige Quellenangaben und Mitarbeitende an einem Eintrag gegeben hat.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Man bräuchte viel Moderation, die gewährleistet, dass eine Interpretation einer gewissen schriftlichen Aussage auch tatsächlich korrekt ist.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Die notwendigen Quellen sind nicht einfach zu beschaffen und auch sehr unübersichtlich, da wahrscheinlich hauptsächlich schriftliche Interviews oder Talkshows als Grundlage dienen müssten.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Sind Aussagen in Interviews in Zeitungen, Boulevardblättern und Talkshows überhaupts ausreichend, um die gesellschaftspolitische Einstellung eines Menschen zu beurteilen? Gegenfrage: Wenn nicht, wie kann man denn dann überhaupt etwa einer Politikerin „trauen“?&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ul&gt;&#xA;&lt;p&gt;Man sieht, sehr kontrovers und ohne eindeutige Antwort. Was haltet Ihr von der Idee? Gibt’s sowas eigentlich schon? Und wo seht ihr Chancen und Risiken?&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Funkabschottung - Unsere Geräte in Gefahr</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2017/funkabschottung-unsere-ger%C3%A4te-in-gefahr/</link>
      <pubDate>Sat, 11 Mar 2017 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2017/funkabschottung-unsere-ger%C3%A4te-in-gefahr/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei den Chemnitzer Linuxtagen 2017 warnte ich vor der EU-Funkabschottungs-Richtlinie und ihren Auswirkungen auf die Freiheit unserer Geräte. Die Chemnitzer Linuxtage ziehen ein technisch versiertes Publikum an, das oft alternative Betriebssysteme nutzt, Router selbst konfiguriert und Wert auf Kontrolle über die eigene Hardware legt – genau die Praktiken, die durch diese Richtlinie gefährdet wurden. Der Vortrag machte deutlich, dass scheinbar abstrakte EU-Regulierung sehr konkrete Auswirkungen auf alltägliche technische Freiheiten haben kann.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei den Chemnitzer Linuxtagen 2017 warnte ich vor der EU-Funkabschottungs-Richtlinie und ihren Auswirkungen auf die Freiheit unserer Geräte. Die Chemnitzer Linuxtage ziehen ein technisch versiertes Publikum an, das oft alternative Betriebssysteme nutzt, Router selbst konfiguriert und Wert auf Kontrolle über die eigene Hardware legt – genau die Praktiken, die durch diese Richtlinie gefährdet wurden. Der Vortrag machte deutlich, dass scheinbar abstrakte EU-Regulierung sehr konkrete Auswirkungen auf alltägliche technische Freiheiten haben kann.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich erklärte, wie die Radio Equipment Directive (RED) unter dem Vorwand der Frequenzregulierung genutzt werden könnte, um Geräte komplett abzuschotten. Das würde bedeuten: keine alternativen Router-Firmwares mehr, keine Custom ROMs auf Smartphones, keine Modifikation von Software auf allem, was WLAN oder Mobilfunk nutzt. Die Präsentation zeigte technische Details, wie solche Lockdowns implementiert werden könnten, welche Geräte betroffen wären, und warum die Argumente für diese Einschränkungen nicht überzeugend waren – echte Compliance ließe sich auch ohne komplette Gerätesperre erreichen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das Publikum reagierte mit berechtigter Sorge, denn viele Anwesende nutzen genau die Freiheiten, die bedroht waren. Die Diskussion fokussierte sich auf konkrete Schritte: wie man sich politisch engagieren kann, welche Rolle Hersteller spielen könnten, und welche technischen Gegenmaßnahmen möglich wären. Der Vortrag war Teil einer breiteren Kampagne der FSFE, um Bewusstsein für diese Bedrohung zu schaffen und politischen Druck aufzubauen.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Routerzwang und Funkabschottung - Was Aktivisten daraus lernen können</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-funkabschottung-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</link>
      <pubDate>Tue, 27 Dec 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-funkabschottung-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</guid>
      <description>Beim 33. Chaos Communication Congress (33c3) in Hamburg präsentierte ich zwei erfolgreiche Aktivismuskampagnen und was andere daraus lernen können: den Kampf gegen den Routerzwang in Deutschland und die laufende Kampagne gegen die EU-Funkabschottungs-Richtlinie. Der CCC bringt tausende Hacker, Aktivisten und technisch Versierte zusammen – genau die Zielgruppe, die sowohl von diesen Themen betroffen ist als auch die Fähigkeiten hat, effektiv gegen diese und ähnliche Missstände einzutreten.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Beim 33. Chaos Communication Congress (33c3) in Hamburg präsentierte ich zwei erfolgreiche Aktivismuskampagnen und was andere daraus lernen können: den Kampf gegen den Routerzwang in Deutschland und die laufende Kampagne gegen die EU-Funkabschottungs-Richtlinie. Der CCC bringt tausende Hacker, Aktivisten und technisch Versierte zusammen – genau die Zielgruppe, die sowohl von diesen Themen betroffen ist als auch die Fähigkeiten hat, effektiv gegen diese und ähnliche Missstände einzutreten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag erzählte zuerst die Erfolgsgeschichte der Routerfreiheit: Wie es der FSFE und Verbündeten gelang, gegen massive Lobbying-Anstrengungen der Telekommunikationsanbieter ein Gesetz durchzusetzen, das Kunden die freie Wahl ihres Routers garantiert. Ich analysierte, welche Strategien funktionierten &amp;ndash; breite Koalitionen, technische Expertise trifft Politik, öffentlicher Druck &amp;ndash; und was weniger erfolgreich war. Dann wendete ich diese Lektionen auf die aktuell drohende Funkabschottung durch die EU Radio Equipment Directive an: eine noch größere Bedrohung, die aber mit ähnlichen Taktiken angegangen werden könnte.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag war bewusst als Aktivismus-Workshop konzipiert. Die Diskussion fokussierte sich darauf, wie technische Communities ihre Expertise nutzen können, um politische Prozesse zu beeinflussen, wie man effektive Koalitionen bildet, und warum es wichtig ist, nicht nur zu protestieren, sondern konstruktive Lösungsvorschläge zu entwickeln. Für das CCC-Publikum, das oft skeptisch gegenüber “Politik” ist, zeigte der Vortrag, dass technischer Einfluss auf Regulierung möglich und notwendig ist.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Freie Software, Freie Gesellschaft. Warum analoge Freiheit nicht mehr ohne digitale Freiheit gedacht werden kann (Zurich Globalist)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/freie-software-freie-gesellschaft.-warum-analoge-freiheit-nicht-mehr-ohne-digitale-freiheit-gedacht-werden-kann-zurich-globalist/</link>
      <pubDate>Wed, 07 Dec 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/freie-software-freie-gesellschaft.-warum-analoge-freiheit-nicht-mehr-ohne-digitale-freiheit-gedacht-werden-kann-zurich-globalist/</guid>
      <description>Im Zurich Globalist erschien mein Artikel über die Untrennbarkeit von analoger und digitaler Freiheit. Ich argumentiere, dass Freie Software nicht nur ein technisches Thema ist, sondern fundamentale demokratische Grundrechte in der digitalen Gesellschaft schützt &amp;ndash; von Meinungsfreiheit über Privatsphäre bis hin zu Selbstbestimmung.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In meinem Artikel für den Zurich Globalist argumentiere ich, dass digitale und analoge Freiheiten heute untrennbar miteinander verbunden sind. In einer Welt, in der nahezu alle Lebensbereiche von Software durchdrungen sind &amp;ndash; von Kommunikation über Arbeit bis hin zu staatlichen Dienstleistungen &amp;ndash; ist die Freiheit der Software zur Grundvoraussetzung für individuelle Freiheit geworden. Ohne die Möglichkeit, Software zu verstehen, zu teilen und zu verändern, werden fundamentale Grundrechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und das Recht auf Privatsphäre faktisch eingeschränkt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich zeige auf, dass proprietäre Software uns in Abhängigkeiten zwingt und demokratische Kontrolle unmöglich macht. Freie Software hingegen ermöglicht Transparenz, Selbstbestimmung und Innovation. Sie ist nicht nur eine technische Präferenz, sondern eine politische Notwendigkeit für eine freie Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Der Artikel verdeutlicht, warum wir analoge Freiheiten nicht mehr ohne digitale Freiheiten denken können &amp;ndash; und umgekehrt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige Artikel erschien erstmals im &lt;a href=&#34;http://www.zurichglobalist.uzh.ch/dam/jcr:3576081b-18a9-4d80-95a9-fcc13071974c/Zurich%20Globalist_Freedom.pdf&#34;&gt;Zurich Globalist #7&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Freie Software – Definition in Dortmund</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/freie-software-definition-in-dortmund/</link>
      <pubDate>Thu, 13 Oct 2016 17:22:16 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/freie-software-definition-in-dortmund/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Seit einiger Zeit arbeiten wir bei der Free Software Foundation Europe (FSFE) mit der Initiative &lt;a href=&#34;http://blog.do-foss.de/&#34;&gt;Do-FOSS&lt;/a&gt; aus Dortmund zusammen, die dort mehr Freie Software in die öffentliche Verwaltung einbringen möchte. Konkret wird in Dortmund aktuell an dem Masterplan Digitales Dortmund gearbeitet, der „die zukünftige digitale Ausrichtung und die damit verbundenen Veränderungsprozesse an der Schnittstelle von Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft (Bürgerinnen und Bürger, Politik, Vereine, Unternehmen, Wissenschaft)“ beinhaltet.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Seit einiger Zeit arbeiten wir bei der Free Software Foundation Europe (FSFE) mit der Initiative &lt;a href=&#34;http://blog.do-foss.de/&#34;&gt;Do-FOSS&lt;/a&gt; aus Dortmund zusammen, die dort mehr Freie Software in die öffentliche Verwaltung einbringen möchte. Konkret wird in Dortmund aktuell an dem Masterplan Digitales Dortmund gearbeitet, der „die zukünftige digitale Ausrichtung und die damit verbundenen Veränderungsprozesse an der Schnittstelle von Stadtverwaltung und Stadtgesellschaft (Bürgerinnen und Bürger, Politik, Vereine, Unternehmen, Wissenschaft)“ beinhaltet.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure class=&#34;pull-right sm no-border&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/do-foss_definition.png&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Erfreulicherweise wird der Masterplan auch Freie Software beinhalten, doch haben unsere Freunde von Do-FOSS bemerken müssen, dass dieser Begriff häufig im Zusammenhang mit &lt;em&gt;Open Source Software&lt;/em&gt; erwähnt wird. Wir als FSFE verstehen &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/freesoftware/basics/comparison.html&#34;&gt;Open Source als Synonym für Freie Software&lt;/a&gt;, aber mussten leider schon in der Vergangenheit öfter feststellen, dass damit nur die Verfügbarkeit des Quellcodes und nicht – wie bei Freier Software offensichtlicher – auch die anderen drei der insgesamt &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.html&#34;&gt;vier Freiheiten Freier Software&lt;/a&gt; gemeint waren: Neben der Freiheit, die Funktionsweise anhand des Codes nachzuvollziehen (2), auch die Verwendung für jeden Zweck (1), das Teilen der Software mit anderen (3), und das Verbessern der Programme (4).&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Was also versteht nun die Stadt Dortmund unter Freier Software? Macht sie einen Unterschied zwischen Freier Software und Open Source?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Daher habe ich bereits im Mai diesen Jahres &lt;a href=&#34;https://mehl.mx/img/blog/2016-05-13-FSFE-Definition-Freie-Software.pdf&#34;&gt;einen Brief&lt;/a&gt; an den Dortmunder Oberbürgermeister Ulrich Sierau (SPD) geschrieben mit der Bitte, uns die Definition der Stadt für Freie Software mitzuteilen. Im selben Schritt habe ich die gängige Definition von Freier Software mit ihren vier Rechten angehängt und angeboten, dass wir als FSFE der Stadt im weiteren Prozess gerne behilflich sind. &lt;a href=&#34;https://mehl.mx/img/blog/2016-06-30-Oberbuergermeister-Sierau-Definition-Freie-Software.pdf&#34;&gt;Die Antwort&lt;/a&gt;, die ich Ende Juni erhalten habe, hat uns allerdings enttäuscht. Dort wird nur darauf verwiesen, dass der bereits erwähnte Masterplan die Definition von Freier Software aufgreift:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Masterplan wird im Dialog mit der Stadtgesellschaft erarbeitet. Den Ergebnissen dieser Beratungen möchte ich nicht vorgreifen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Damit wird leider die Chance verspielt, gleich zu Beginn der wichtigen Beratungen über eine effektive städtische digitale Strategie den Fokus auf &lt;a href=&#34;http://blog.do-foss.de/freie-software/vorteile/&#34;&gt;transparente, vertrauenswürdige und wirtschaftlich nachhaltige&lt;/a&gt; Software zu setzen. Wir hoffen, dass die Stadt Dortmund sich so bald wie möglich auf die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.html&#34;&gt;gängige Definition&lt;/a&gt; von Freier Software einigt, diese auch mit dem Begriff von &lt;em&gt;Open Source Software&lt;/em&gt; gleichsetzt und Freier Software den Vorzug bei Anschaffungen und Weiterentwicklungen gibt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h4 id=&#34;weiterführende-links&#34;&gt;Weiterführende Links&lt;/h4&gt;&#xA;&lt;ul&gt;&#xA;&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;http://blog.do-foss.de/kolumne/stadt-dortmund-definition-freier-software/&#34;&gt;Ausführliche Mitteilung von Do-FOSS zu diesem Thema&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://mehl.mx/img/blog/2016-05-13-FSFE-Definition-Freie-Software.pdf&#34;&gt;Anfrage der FSFE an die Stadt Dortmund (13.05.2016)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;&lt;a href=&#34;https://mehl.mx/img/blog/2016-06-30-Oberbuergermeister-Sierau-Definition-Freie-Software.pdf&#34;&gt;Antwort der Stadt Dortmund (30.06.2016)&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ul&gt;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Endgerätefreiheit testen – Es sind wieder Router verfügbar!</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/endger%C3%A4tefreiheit-testen-es-sind-wieder-router-verf%C3%BCgbar/</link>
      <pubDate>Fri, 23 Sep 2016 09:23:09 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/endger%C3%A4tefreiheit-testen-es-sind-wieder-router-verf%C3%BCgbar/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Seit dem 1. August herrscht – auch dank der langfristigen Arbeit der FSFE – gesetzlich &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/news/2016/news-20160725-01.html&#34;&gt;Endgerätefreiheit&lt;/a&gt; in Deutschland, sprich alle Kundinnen und Kunden eines DSL- oder Kabelanbieters sollen die Freiheit haben, ein Modem oder Router ihrer Wahl anzuschließen, ohne systematisch benachteiligt zu werden. Doch halten die Anbieter das wirklich ein? Die FSFE testet das mit Hilfe großartiger Freiwilliger, denen wir alternative Testgeräte zuschicken. Und davon sind aktuell wieder ein paar verfügbar und warten auf neue Tester!&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Seit dem 1. August herrscht – auch dank der langfristigen Arbeit der FSFE – gesetzlich &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/news/2016/news-20160725-01.html&#34;&gt;Endgerätefreiheit&lt;/a&gt; in Deutschland, sprich alle Kundinnen und Kunden eines DSL- oder Kabelanbieters sollen die Freiheit haben, ein Modem oder Router ihrer Wahl anzuschließen, ohne systematisch benachteiligt zu werden. Doch halten die Anbieter das wirklich ein? Die FSFE testet das mit Hilfe großartiger Freiwilliger, denen wir alternative Testgeräte zuschicken. Und davon sind aktuell wieder ein paar verfügbar und warten auf neue Tester!&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig1&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_cat-sniffin.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt; mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_cat-sniffin.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt; mirsasha, CC BY-NC-ND 2.0&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Auf der &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany&#34;&gt;Wiki-Seite für den Anschlusstest&lt;/a&gt; haben wir mittlerweile für viele größere wie kleinere Anbieter Erfahrungen von Leuten gesammelt. Man erhält dadurch eine schnelle Übersicht, bei welchem Anbieter es Probleme geben könnte und wie diese am besten zu lösen sind. Für einige Anbieter wie Unitymedia haben wir schon viele Ergebnisse erhalten, doch bei einigen anderen populären wie zum Beispiel der Telekom oder 1&amp;amp;1 sieht es noch mau aus. Daher würden ich und die FSFE sich freuen, wenn Kunden solcher Anbieter versuchen würden, einen alternativen Router anzuschließen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das Prozedere ist ganz einfach: Schreibt mir eine E-Mail (&lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/mehl/&#34;&gt;Kontaktdaten&lt;/a&gt;), in der ihr&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ol&gt;&#xA;&lt;li&gt;euren Anschluss etwas näher beschreibt (Welcher Anbieter? Welcher Tarif? Wird Telefonie/TV genutzt? Welches Router/Modem-Gerät ist bisher im Einsatz?)&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;eure postalische Adresse nennt.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ol&gt;&#xA;&lt;p&gt;Dann nehme ich Euch in die Liste der Tester auf. Euch entstehen dabei selbstverständlich &lt;strong&gt;keine Kosten&lt;/strong&gt;, aber wir würden uns natürlich freuen, wenn Ihr uns als &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/join&#34;&gt;Fördermitglieder&lt;/a&gt; unterstützen würdet, damit wir auch in Zukunft aktiv für Nutzerrechte eintreten können.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;P.S.: Ihr habt schon einen alternativen Router bei einem der Anbieter im Einsatz? Super! Dann schreibt mir doch bitte eine Mail nach Vorlage der &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany#A.28Vorlage.29_Anbieter_XYZ&#34;&gt;Berichte im FSFE-Wiki&lt;/a&gt;, oder tragt es selbst dort ein, wenn Ihr schon einen Account habt. Danke :)&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>„Schluss mit dem Routerzwang“ – Radiosendung im Deutschlandfunk</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/schluss-mit-dem-routerzwang-radiosendung-im-deutschlandfunk/</link>
      <pubDate>Thu, 01 Sep 2016 16:44:26 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/schluss-mit-dem-routerzwang-radiosendung-im-deutschlandfunk/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Heute war ich beim Deutschlandfunk zu einer &lt;a href=&#34;http://www.deutschlandfunk.de/dsl-modem-und-kabelrouter-schluss-mit-dem-routerzwang.772.de.html?dram:article_id=362214&#34;&gt;Radiosendung über den Routerzwang&lt;/a&gt; eingeladen. Wir haben etwa eine Stunde lang darüber geredet, warum es so wichtig ist, dass wir seit dem 1. August endlich &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers&#34;&gt;Routerfreiheit&lt;/a&gt; in Deutschland haben, was das für Verbraucher bringt und welche Fragen noch ungeklärt sind.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Heute war ich beim Deutschlandfunk zu einer &lt;a href=&#34;http://www.deutschlandfunk.de/dsl-modem-und-kabelrouter-schluss-mit-dem-routerzwang.772.de.html?dram:article_id=362214&#34;&gt;Radiosendung über den Routerzwang&lt;/a&gt; eingeladen. Wir haben etwa eine Stunde lang darüber geredet, warum es so wichtig ist, dass wir seit dem 1. August endlich &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers&#34;&gt;Routerfreiheit&lt;/a&gt; in Deutschland haben, was das für Verbraucher bringt und welche Fragen noch ungeklärt sind.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;div class=&#34;snap-gallery&#34;&gt;&#xA;  &#xA;  &#xA;  &lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/dlf-interview2.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/dlf-interview2.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;  &#xA;  &lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/dlf-interview.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/dlf-interview.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34; class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig3&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&#xA;&lt;/div&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Zusammen mit den beiden anderen Gästen, Marleen Frontzeck von teltarif.de und Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen, haben wir mit dem Moderator Römermann aber auch weitere Aspekte angeschnitten, etwa W-LAN-Sicherheit und Freifunk-Netzwerke. Insgesamt war es eine sehr angenehme und hoffentlich für möglichst viele Menschen auch informative Sendung. Und da es mein erstes Radio-Interview war, zumal auch noch live, freut mich das ganz besonders.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Eine kurze Zusammenfassung gibt auf der &lt;a href=&#34;http://www.deutschlandfunk.de/dsl-modem-und-kabelrouter-schluss-mit-dem-routerzwang.772.de.html?dram:article_id=362214&#34;&gt;Deutschlandfunk-Webseite&lt;/a&gt;, von wo man auch die &lt;a href=&#34;http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2016/09/01/marktplatz_schluss_mit_dem_routerzwang_komplette_sendung_dlf_20160901_1010_9341a1c6.mp3&#34;&gt;Audio-Aufnahme&lt;/a&gt; herunterladen bzw. direkt anhören kann. Für Archivierungszwecke stelle ich die komplette Sendung auch im freien ogg-Format &lt;a href=&#34;https://up.mehl.mx/audio/20160901-dlf-routerzwang.ogg&#34;&gt;hier zum Download&lt;/a&gt; bereit.&lt;/p&gt;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Funkabschottungsrichtlinie - Gefahr für Nutzerrechte und Unternehmen (ISPA News)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/funkabschottungsrichtlinie-gefahr-f%C3%BCr-nutzerrechte-und-unternehmen-ispa-news/</link>
      <pubDate>Thu, 01 Sep 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/funkabschottungsrichtlinie-gefahr-f%C3%BCr-nutzerrechte-und-unternehmen-ispa-news/</guid>
      <description>In den ISPA News erschien mein Artikel über die Bedrohung durch die EU-Funkanlagenrichtlinie. Ich erläutere, wie Artikel 3(3)(i) der RED nicht nur Nutzerrechte gefährdet, sondern auch für technologieorientierte Unternehmen und die Open-Source-Community existenzielle Risiken birgt – von Router-Herstellern über Funkgeräte bis hin zu IoT-Produkten.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In meinem Artikel für die ISPA News (Internet Service Providers Austria) analysiere ich die weitreichenden Folgen der EU-Funkanlagenrichtlinie (Radio Equipment Directive, RED) für Nutzerrechte und Unternehmen. Artikel 3(3)(i) der Richtlinie verlangt, dass Hersteller sicherstellen müssen, dass nur konforme Software auf Funkgeräten läuft &amp;ndash; ein Regelwerk, das in der Praxis einem vollständigen Lockdown gleichkommt. Ich zeige auf, wie dies Nutzer:innen daran hindern würde, alternative Firmware auf ihren Routern, Smartphones oder anderen Funkgeräten zu installieren, und damit fundamentale Freiheitsrechte beschneidet.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Besonders problematisch: Die Richtlinie trifft nicht nur Endnutzer:innen, sondern bedroht auch zahlreiche Unternehmen und Projekte in ihrer Existenz. Router-Hersteller, die auf OpenWrt setzen, innovative Startups im IoT-Bereich, Forschungseinrichtungen und die gesamte Open-Source-Community im Funkbereich stehen vor unüberwindlichen Hürden. Die Kosten für Compliance-Verfahren würden insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Non-Profit-Projekte ausschließen. Der Artikel verdeutlicht die Notwendigkeit, diese unverhältnismäßige Regulierung zu verhindern.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige Artikel ist in den &lt;a href=&#34;https://www.ispa.at/wissenspool/ispa-news/&#34;&gt;ISPA News&lt;/a&gt; 03/2026 erschienen.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Schluss mit dem Routerzwang - Deutschlandfunk</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/schluss-mit-dem-routerzwang-deutschlandfunk/</link>
      <pubDate>Thu, 01 Sep 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/schluss-mit-dem-routerzwang-deutschlandfunk/</guid>
      <description>Im Deutschlandfunk-Magazin “Computer und Kommunikation” sprach ich über das Ende des Routerzwangs in Deutschland und was die neue Regelung für Verbraucher bedeutet. Nach jahrelangem Kampf war es gelungen, ein Gesetz durchzusetzen, das Kunden die freie Wahl ihres Routers garantiert – ein wichtiger Sieg für Verbraucherrechte und technische Selbstbestimmung. Der Deutschlandfunk erreicht ein breites, auch nicht-technisches Publikum, dem ich erklären konnte, warum dieses scheinbar technische Thema für jeden relevant ist.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im Deutschlandfunk-Magazin “Computer und Kommunikation” sprach ich über das Ende des Routerzwangs in Deutschland und was die neue Regelung für Verbraucher bedeutet. Nach jahrelangem Kampf war es gelungen, ein Gesetz durchzusetzen, das Kunden die freie Wahl ihres Routers garantiert – ein wichtiger Sieg für Verbraucherrechte und technische Selbstbestimmung. Der Deutschlandfunk erreicht ein breites, auch nicht-technisches Publikum, dem ich erklären konnte, warum dieses scheinbar technische Thema für jeden relevant ist.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich erläuterte, warum Telekommunikationsanbieter jahrelang versucht hatten, Kunden auf ihre eigenen Router zu zwingen: Kontrolle über die Heimnetzwerke, zusätzliche Einnahmequellen durch Router-Miete, und die Möglichkeit, Features zu beschränken oder zu überwachen. Die neue Regelung bedeutete nicht nur mehr Auswahl, sondern auch bessere Sicherheit (weil Kunden Updates selbst kontrollieren können), mehr Funktionalität (durch Firmware wie OpenWRT), und echte Kontrolle über das eigene Netzwerk. Für technisch Versierte war das selbstverständlich – für viele Hörer war es eine Überraschung, dass sie bisher diese Freiheit nicht hatten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das Interview half, ein komplexes technisches und rechtliches Thema einem Massenpublikum zugänglich zu machen und zu erklären, warum diese Regulierung ein Erfolg für digitale Selbstbestimmung war. Es zeigte auch, dass scheinbar aussichtslose Kämpfe gegen Telekommunikationsanbieter gewonnen werden können, wenn technische Expertise, Verbraucherinteressen und politischer Wille zusammenkommen.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>FrOSCon 2016 – Ein Rückblick</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/froscon-2016-ein-r%C3%BCckblick/</link>
      <pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:57:48 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/froscon-2016-ein-r%C3%BCckblick/</guid>
      <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;For English readers: This is a short report about the last FrOSCon conference with some pictures and the talk recordings. Have a look at Polina’s talk (second video), it’s in English!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Letztes Wochenende, am 20. und 21. August, fand in Sankt Augustin bei Bonn die 11. Ausgabe der &lt;a href=&#34;https://www.froscon.de/&#34;&gt;FrOSCon&lt;/a&gt; statt, einer Konferenz zu Freier Software. Auch dieses Jahr war die FSFE mit einem Stand vertreten, an dem wir viele interessante Gespräche geführt und einen Ausschnitt unserer aktuellsten T-Shirts und weiterer Artikel präsentiert haben.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;For English readers: This is a short report about the last FrOSCon conference with some pictures and the talk recordings. Have a look at Polina’s talk (second video), it’s in English!&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Letztes Wochenende, am 20. und 21. August, fand in Sankt Augustin bei Bonn die 11. Ausgabe der &lt;a href=&#34;https://www.froscon.de/&#34;&gt;FrOSCon&lt;/a&gt; statt, einer Konferenz zu Freier Software. Auch dieses Jahr war die FSFE mit einem Stand vertreten, an dem wir viele interessante Gespräche geführt und einen Ausschnitt unserer aktuellsten T-Shirts und weiterer Artikel präsentiert haben.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;div class=&#34;snap-gallery&#34;&gt;&#xA;  &#xA;  &#xA;  &lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/froscon1.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/froscon1.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;  &#xA;  &lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/froscon2.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/froscon2.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34; class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig3&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&#xA;&lt;/div&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Dank zweier toller Helfer, Gabriele und Constantin, war diese FrOSCon ein voller Erfolg. &lt;a href=&#34;https://blogs.fsfe.org/polina/&#34;&gt;Polina Malaja&lt;/a&gt; aus dem Berliner FSFE-Büro und ich, die dieses Jahr die Hauptorganisation übernommen haben, konnten am Montag mit vollster Zufriedenheit nach Hause fahren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;videoaufzeichnung-der-vorträge&#34;&gt;Videoaufzeichnung der Vorträge&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Zufrieden konnten wir auch sein, weil unsere Vorträge wohl recht gut ankamen und wir die Zuhörer über hochaktuelle Themen – &lt;a href=&#34;https://programm.froscon.de/2016/events/1738.html&#34;&gt;Routerzwang und Funkabschottung&lt;/a&gt; sowie den &lt;a href=&#34;https://programm.froscon.de/2016/events/1797.html&#34;&gt;Digitalen Binnenmarkt und weitere Freie-Software-Themen auf EU-Ebene&lt;/a&gt; – auf den neuesten Stand bringen konnten. Dank des sehr professionellen Recording-Teams der FrOSCon sind schon jetzt die Videoaufzeichnungen unserer beiden Vorträge online.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ul&gt;&#xA;&lt;li&gt;Mein Vortrag mit dem Titel „&lt;strong&gt;Routerzwang und Funkabschottung – Was Aktivisten davon lernen können&lt;/strong&gt;“: &lt;a href=&#34;https://media.ccc.de/v/froscon2016-1738-routerzwang_und_funkabschottung_was_aktivisten_davon_lernen_konnen&#34;&gt;Video&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Und Polinas sehr spannender Vortrag auf Englisch unter dem Titel „&lt;strong&gt;DSM, EIF, RED: Acronyms on the EU level and why they matter for software freedom&lt;/strong&gt;„: &lt;a href=&#34;https://media.ccc.de/v/froscon2016-1797-dsm_eif_red_acronyms_on_the_eu_level_and_why_they_matter_for_software_freedom&#34;&gt;Video&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ul&gt;&#xA;&lt;p&gt;In diesem Sinne freuen wir uns auf die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/events/events.html&#34;&gt;kommenden Events mit FSFE-Beteiligung&lt;/a&gt;. In Deutschland wären dies unter anderem der FSFE Summit Anfang September, die OpenRheinRuhr Anfang November, der ChaosCommunicationCongress kurz nach Weihnachten und natürlich die FOSDEM in Brüssel im neuen Jahr.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Routerzwang und Funkabschottung - Was Aktivisten daraus lernen können</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-funkabschottung-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</link>
      <pubDate>Sat, 20 Aug 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-funkabschottung-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei der FrOSCon 2016 in Sankt Augustin präsentierte ich zwei Fallstudien digitalen Aktivismus: den erfolgreichen Kampf gegen den Routerzwang in Deutschland und die laufende Kampagne gegen die EU-Funkabschottungs-Richtlinie. Die FrOSCon (Free and Open Source Software Conference) bringt vorwiegend deutschsprachige Free-Software-Enthusiasten zusammen, die sowohl technisch versiert sind als auch ein Interesse an den politischen Rahmenbedingungen für Freie Software haben.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei der FrOSCon 2016 in Sankt Augustin präsentierte ich zwei Fallstudien digitalen Aktivismus: den erfolgreichen Kampf gegen den Routerzwang in Deutschland und die laufende Kampagne gegen die EU-Funkabschottungs-Richtlinie. Die FrOSCon (Free and Open Source Software Conference) bringt vorwiegend deutschsprachige Free-Software-Enthusiasten zusammen, die sowohl technisch versiert sind als auch ein Interesse an den politischen Rahmenbedingungen für Freie Software haben.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag analysierte den Erfolg der Routerfreiheits-Kampagne: Trotz massiven Widerstands der Telekommunikationsbranche war es gelungen, ein Gesetz durchzusetzen, das Verbrauchern die freie Wahl ihres Routers garantiert. Ich zeigte auf, welche Strategien erfolgreich waren – von der Mobilisierung breiter Unterstützung über die Zusammenarbeit mit Verbraucherschützern bis hin zur Lieferung technischer Expertise für politische Entscheidungsträger. Diese Lektionen wandte ich dann auf die drohende Funkabschottung an: Eine EU-Richtlinie, die unter dem Vorwand der Frequenzregulierung zu einem Lockdown aller funkfähigen Geräte führen könnte.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Präsentation war als Aktivismus-Leitfaden konzipiert: Sie zeigte nicht nur Probleme auf, sondern auch konkrete Wege, wie technische Communities politischen Einfluss nehmen können. Die Diskussion drehte sich um praktische Fragen: Wie findet man Verbündete außerhalb der Tech-Szene? Wie kommuniziert man technische Themen an Politiker? Wie baut man Druck auf, ohne in reinem Protest stecken zu bleiben? Für das FrOSCon-Publikum war dies eine Ermutigung, dass technischer Aktivismus Wirkung zeigen kann.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Erste Testgeräte für Routerfreiheit versendet</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/erste-testger%C3%A4te-f%C3%BCr-routerfreiheit-versendet/</link>
      <pubDate>Mon, 08 Aug 2016 09:11:51 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/erste-testger%C3%A4te-f%C3%BCr-routerfreiheit-versendet/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist am 1. August die Welt etwas freier geworden. Nun nämlich ist das &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/news/2016/news-20160725-01.html&#34;&gt;Gesetz für Endgerätefreiheit&lt;/a&gt; in Kraft, welches endlich erlaubt, dass Kunden deutscher Internetanbieter einen Router oder ein Modem ihrer Wahl an ihren Anschluss klemmen dürfen. Die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org&#34;&gt;FSFE&lt;/a&gt; hat sich von Anfang an für dieses Recht eingesetzt und schlussendlich haben wir diesen großen Erfolg errungen, der den &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers&#34;&gt;Routerzwang&lt;/a&gt; endgültig abschaffen soll.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, ist am 1. August die Welt etwas freier geworden. Nun nämlich ist das &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/news/2016/news-20160725-01.html&#34;&gt;Gesetz für Endgerätefreiheit&lt;/a&gt; in Kraft, welches endlich erlaubt, dass Kunden deutscher Internetanbieter einen Router oder ein Modem ihrer Wahl an ihren Anschluss klemmen dürfen. Die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org&#34;&gt;FSFE&lt;/a&gt; hat sich von Anfang an für dieses Recht eingesetzt und schlussendlich haben wir diesen großen Erfolg errungen, der den &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers&#34;&gt;Routerzwang&lt;/a&gt; endgültig abschaffen soll.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch ein Gesetz auf Papier bringt wenig, wenn es in der Realität nicht eingehalten oder trickreich umschifft wird. Deshalb möchten wir so schnell und ausführlich wie möglich wissen, welche Internetanbieter ihren Kunden die neuen gesetzlich gesicherten Freiheiten zugestehen und welche uns weiter mit Zwangsgeräten beglücken wollen. Die FSFE möchte deshalb folgendermaßen Licht ins Dunkel bringen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ol&gt;&#xA;&lt;li&gt;Wir stellen eine &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany&#34;&gt;zentrale Wiki-Seite&lt;/a&gt;, auf der wir Testberichte zu den einzelnen Herstellern sammeln: Geht der Internet- und Telefonanschluss mit einem alternativen Gerät? Was muss man dabei beachten? Welche Geräte sind kompatibel? Daneben gibt es weitere nützliche Informationen rund um die Routerfreiheit.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Da vor allem der Markt für Kabelrouter noch sehr frisch ist, stellen wir &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany#Ger.2BAOQ-te&#34;&gt;Testgeräte&lt;/a&gt; zur Verfügung, die wir an freiwillige Tester versenden. Diese lassen uns dann hoffentlich weitere detaillierte Informationen zu dem Anschluss alternativer Router zukommen, die wiederum mehr Menschen helfen, Klarheit über dieses Thema zu erlangen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ol&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;raus-mit-den-testgeräten&#34;&gt;Raus mit den Testgeräten!&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Heute habe ich die erste Fuhre an handelsüblichen Testgeräten verschickt. Vier dieser Geräte sind für Kabelanschlüsse bestimmt und werden mit Kabeldeutschland/Vodafone, Unitymedia, KMS und Telecolumbus getestet. Ein DSL-Gerät ging für einen O2-Anschluss raus, die bisher ihren Kunden den Anschluss alternativer Geräte nicht erlaubt hatten.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;div class=&#34;snap-gallery&#34;&gt;&#xA;  &#xA;  &#xA;  &lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_test1.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;          &lt;figcaption&gt;Die Testgeräte vorher…&lt;/figcaption&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig1&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_test1.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;Die Testgeräte vorher…&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/span&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;  &#xA;  &lt;figure &gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;      &lt;a href=&#34;#gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;        &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz-test3.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;          &lt;figcaption&gt;…und nachher, fertig für den Versand&lt;/figcaption&gt;&#xA;      &lt;/a&gt;&#xA;      &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;gal1-fig2&#34;&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;          &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;            &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz-test3.jpg&#34;  /&gt;&#xA;            &lt;p&gt;…und nachher, fertig für den Versand&#xA;            &lt;/p&gt;&#xA;          &lt;/div&gt;&#xA;          &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&#34;#gal1-fig1&#34; class=&#34;snap-lightbox-prev&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;            &lt;a href=&#34;#gal1-fig3&#34; class=&#34;snap-lightbox-next&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-arrow&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;  &lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&#xA;&lt;/div&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Wenn Du auch Interesse hast, die neue Routerfreiheit an Deinem Internetanschluss auszuprobieren, schreibe mir bitte einfach &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/mehl/&#34;&gt;eine Mail&lt;/a&gt; mit Informationen über Deinen Internetanschluss (Anbieter, Tarif, genutzte Funktionen (Telefon/TV) und bisher verwendeter Router), sowie Deine postalische Adresse. Dann erhältst Du so bald wie möglich ein Testgerät.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Und falls Du schon einen anderen Router als den Deines Internetanbieters in Betrieb hast, dann hilf uns bitte, die &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany#Anbieter&#34;&gt;Berichte im Wiki&lt;/a&gt; zu ergänzen. Besonders freuen würden wir uns über Leute, die alternative Geräte mit &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.html&#34;&gt;Freier Software&lt;/a&gt; testen und darüber berichten würden. Vor allem für Kabelanschlüsse ist dabei der Markt noch sehr übersichtlich. Bitte hilf uns dabei, die Situation für Nutzer Freier Software zu verbessern!&lt;/p&gt;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Über die Vorteile von Freier Software und Tech-Konferenzen, die keine sind (Netzpolitik.org)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/%C3%BCber-die-vorteile-von-freier-software-und-tech-konferenzen-die-keine-sind-netzpolitik.org/</link>
      <pubDate>Mon, 08 Aug 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/%C3%BCber-die-vorteile-von-freier-software-und-tech-konferenzen-die-keine-sind-netzpolitik.org/</guid>
      <description>Netzpolitik.org veröffentlichte ein ausführliches Interview mit mir über Freie Software, Tech-Aktivismus und den FSFE Summit 2016. Ich erläutere, warum die Kontrolle über Technik immer brennender wird, wie Freie Software gerade Entwicklungsländern hilft, und warum eine nicht rein technische Konferenz zum 15-jährigen FSFE-Jubiläum genau richtig ist.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Im Interview mit Netzpolitik.org erkläre ich anlässlich des 15-jährigen FSFE-Jubiläums und des bevorstehenden FSFE Summit, warum Freie Software weit über technische Aspekte hinausgeht. Die drängendsten Themen sehe ich im Internet of Things – den vielen kleinen Geräten in unseren Wohnungen – und der Frage nach Kontrolle über unsere Daten. Zur Ausrichtung des Summit als “keine Tech-Konferenz” betone ich:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Es geht bei unserem Summit eher um die Gestaltung der Welt der Technik, nicht rein um Software an sich. [&amp;hellip;] Wir arbeiten seit fünfzehn Jahren daran, die Bedingungen für Freie Software zu verbessern und damit elementare Rechte für alle Menschen in Europa zu schützen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich schilde außerdem meine Erfahrungen aus Tansania, wo ich die Vorteile von Freier Software für Entwicklungsländer kennengelernt habe:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Viele Lizenzkosten sind gerade für Bildungseinrichtungen in Entwicklungsländern exorbitant teuer. Der Vendor-Lock-in [&amp;hellip;] versetzt Schulen gerne mal den finanziellen Todesstoß. Gleichzeitig ermöglicht Freie Software, dass etwa lokale Anbieter für ein Unternehmen oder eine Uni Anpassungen an der Software vornehmen können, und zwar in einem Finanzrahmen, der den dortigen Verhältnissen entspricht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Warum ich mich für Freie Software einsetze?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich habe gemerkt, dass Software ein elementarer Bestandteil unseres heutigen Lebens ist. [&amp;hellip;] Dabei stellt sich mir die Frage, ob wir zulassen möchten, dass Software uns kontrolliert und nicht andersrum.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2016/interview-mit-max-mehl-ueber-die-vorteile-von-freier-software-und-tech-konferenzen-die-keine-sind/&#34;&gt;vollständige Interview&lt;/a&gt; mit weiteren Details zur FSFE-Strategie, europäischem Aktivismus und dem Summit-Programm ist auf Netzpolitik.org verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der Routerzwang fällt – Und was bringt mir das?</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/der-routerzwang-f%C3%A4llt-und-was-bringt-mir-das/</link>
      <pubDate>Sat, 30 Jul 2016 11:02:38 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/der-routerzwang-f%C3%A4llt-und-was-bringt-mir-das/</guid>
      <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diesen Artikel habe ich ursprünglich als &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2016/der-routerzwang-faellt-und-was-bringt-mir-das/&#34;&gt;Gastbeitrag für Netzpolitik.org&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Betreiber von Diskotheken wissen es genau: Die Wahl des richtigen Türstehers ist wichtig, damit sich keine Störenfriede einschleichen. Dasselbe könnte man auch von Routern behaupten, die als Schnittstelle zwischen Internet und Heimnetz dafür sorgen müssen, dass nur das die Tore passiert, was auch im Sinne des Besitzers ist. Und endlich, &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers/timeline.de.html&#34;&gt;nach Jahren der gesetzlichen Unklarheit&lt;/a&gt;, bekommen wir mit dem Ende des Routerzwangs das Recht dazu, uns unseren stillen Türsteher frei auszusuchen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Diesen Artikel habe ich ursprünglich als &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2016/der-routerzwang-faellt-und-was-bringt-mir-das/&#34;&gt;Gastbeitrag für Netzpolitik.org&lt;/a&gt; geschrieben.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Betreiber von Diskotheken wissen es genau: Die Wahl des richtigen Türstehers ist wichtig, damit sich keine Störenfriede einschleichen. Dasselbe könnte man auch von Routern behaupten, die als Schnittstelle zwischen Internet und Heimnetz dafür sorgen müssen, dass nur das die Tore passiert, was auch im Sinne des Besitzers ist. Und endlich, &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers/timeline.de.html&#34;&gt;nach Jahren der gesetzlichen Unklarheit&lt;/a&gt;, bekommen wir mit dem Ende des Routerzwangs das Recht dazu, uns unseren stillen Türsteher frei auszusuchen.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure class=&#34;lg&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig1&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_lego-techy.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt; CC BY-SA 2.0 Konrad Twardowski&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz_lego-techy.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt; CC BY-SA 2.0 Konrad Twardowski&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Was die &lt;a href=&#34;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/router-endlich-frei-verbinden-1.3095231&#34;&gt;Süddeutsche Zeitung als „Unabhängigkeitstag für Internetnutzer“&lt;/a&gt; bezeichnet, ist das offizielle Ende des Routerzwangs und das Inkrafttreten der Endgerätefreiheit am 1. August. Bisher konnten Internetanbieter (ISPs) in Deutschland bestimmen, welchen Router Kunden zur Verbindung mit dem Internet nutzen müssen. Nutzer hatten keinen Einfluss auf diese Entscheidung. Das ändert sich nun. Aber wir müssen sicherstellen, dass alle Kunden über diese neuen Rechte Bescheid wissen, und gleichzeitig überprüfen, ob ISPs die neuen Regeln befolgen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wie bei einem Türsteher sollte man auch dem Router vertrauen können, denn über ihn läuft jeglicher Internetverkehr, also etwa alle E-Mails, Downloads und häufig auch Telefongespräche. &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers/&#34;&gt;Zwangsrouter&lt;/a&gt; fallen oft negativ mit kritischen Sicherheitslücken auf, die Nutzer aus technischen oder rechtlichen Gründen nicht selbst beheben können. Sie sind auch dafür bekannt, zu einigen Netzwerkgeräten oder Standards wie IPv6 inkompatibel zu sein oder nur eine geringe Anzahl wichtiger Funktionen zu unterstützen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;recht-auf-endgerätefreiheit-in-anspruch-nehmen&#34;&gt;Recht auf Endgerätefreiheit in Anspruch nehmen&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Um nun den Providern auf die Finger zu schauen, wenn es um die Umsetzung des &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2015/der-lange-weg-des-routerzwangs-zur-endgeraetefreiheit&#34;&gt;seit 2013 heiß umkämpften Gesetzes&lt;/a&gt; geht, bittet die Free Software Foundation Europe (FSFE) um Erfahrungsberichte von Internetnutzern, die vom 1. August an ein eigenes Gerät an der Telefon- bzw. Kabeldose betreiben. Dazu stellt sie eine &lt;a href=&#34;https://wiki.fsfe.org/Activities/CompulsoryRouters/Implementation/Germany&#34;&gt;Wiki-Seite&lt;/a&gt; zur Verfügung, auf der Informationen und Nutzerberichte gesammelt werden. Vor allem für Kabelanschlüsse, für die bisher nur wenige Modelle auf dem Markt erhältlich sind, stellt die FSFE auch einige Testgeräte bereit.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Aufgrund von Erfahrungen, die wir in in der Vergangenheit gemacht haben, müssen wir davon ausgehen, dass einige ISPs darauf setzen werden, ihre Kunden zur Nutzung ihres jeweiligen Standardrouters zu zwingen. Unitymedia etwa erfordert eine telefonische Registrierung des neuen Gerätes, vorstellbar ist auch der Ausschluss von Bestandskunden von dem neuen Recht oder die Verweigerung des Supports.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die FSFE möchte sicherstellen, dass solches Fehlverhalten öffentlich gemacht wird und dafür brauchen wir deine Hilfe. Wenn du Kunde eines deutschen Internetanbieters bist, bitten wir dich, dein neues Recht auszuüben und ein alternatives Gerät zu verwenden – idealerweise eines mit einer Firmware, die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.de.html&#34;&gt;Freie Software&lt;/a&gt; ist.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der Routerzwang endet - was Internetnutzer jetzt wissen müssen (Süddeutsche Zeitung)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/der-routerzwang-endet-was-internetnutzer-jetzt-wissen-m%C3%BCssen-s%C3%BCddeutsche-zeitung/</link>
      <pubDate>Thu, 28 Jul 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/der-routerzwang-endet-was-internetnutzer-jetzt-wissen-m%C3%BCssen-s%C3%BCddeutsche-zeitung/</guid>
      <description>Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte einen umfassenden Artikel zum Ende des Routerzwangs, in dem ich mehrfach zitiert werde. Ich erkläre die Probleme mit den Zwangsroutern &amp;ndash; von schlechter technischer Umsetzung über fehlende Sicherheitsupdates bis zu mangelnden Funktionen &amp;ndash; und gebe praktische Hinweise für Nutzer:innen zur Umstellung.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In der Süddeutschen Zeitung erkläre ich im Rahmen eines umfassenden FAQ-Artikels die Hintergründe zum Ende des Routerzwangs ab 1. August 2016. Auf die Frage, warum freie Routerwahl besser ist, antwortete ich:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Es waren oft Geräte, die technisch schlecht umgesetzt waren und kaum Sicherheitsfunktionen hatten. Internetanbieter haben Sicherheits-Updates der Hersteller oft nicht sofort eingespielt. Und nicht alle Router erfüllen alle Funktionen, die Kunden gerne hätten. Gewisse Telefone oder Fernseher können nicht an die vorgegebenen Router angeschlossen werden, weil diese bestimmte Funktionen nicht haben.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Für die praktische Umsetzung rate ich zur Vorsicht: “In der Umbruchszeit sollte man sich bei Kabelanschlüssen informieren, ob ein Routermodell für einen Kabelanbieter funktioniert.” Um anderen Nutzer:innen bei der Umstellung zu helfen, sammle ich Erfahrungsberichte zu möglichen Schwierigkeiten in einem Wiki. Der Artikel erklärt auch wichtige Details für Bestandskund:innen, die Unterschiede zwischen Kabel- und DSL-Anbietern, sowie was zu tun ist, wenn Anbieter die Zugangsdaten nicht herausrücken wollen: Beschwerden bei der Bundesnetzagentur oder Verbraucherzentralen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der &lt;a href=&#34;https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/internet-der-routerzwang-endet-was-internetnutzer-jetzt-wissen-muessen-1.3095231&#34;&gt;vollständige FAQ-Artikel&lt;/a&gt; mit allen Details zur rechtlichen Situation und praktischen Umsetzung ist in der Süddeutschen Zeitung verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Getting oldschool, oder: Wie ich uncool wurde</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/getting-oldschool-oder-wie-ich-uncool-wurde/</link>
      <pubDate>Mon, 28 Mar 2016 13:39:45 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/getting-oldschool-oder-wie-ich-uncool-wurde/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Langsam tritt das ein, von dem ich gehofft habe, es möge mich nicht ereilen: Ich werde alt – zumindest gefühlt. Noch vor fünf bis zehn Jahren glaubte ich mich an der Spitze des neuen Ökosystems: Des Internets. Ich war der Meinung, diese Welt besser zu kennen als der Großteil der Menschheit. Kein Trend war vor mir sicher. Instant Messenger, Tauschbörsen, soziale Netzwerke, Diskussionsforen, Videoportale und all die lustigen und verstörenden Teile dieser neuen, digitalen und immer schneller werdenden Welt. Jedes neue Feature war ein Segen in meinen Augen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Langsam tritt das ein, von dem ich gehofft habe, es möge mich nicht ereilen: Ich werde alt – zumindest gefühlt. Noch vor fünf bis zehn Jahren glaubte ich mich an der Spitze des neuen Ökosystems: Des Internets. Ich war der Meinung, diese Welt besser zu kennen als der Großteil der Menschheit. Kein Trend war vor mir sicher. Instant Messenger, Tauschbörsen, soziale Netzwerke, Diskussionsforen, Videoportale und all die lustigen und verstörenden Teile dieser neuen, digitalen und immer schneller werdenden Welt. Jedes neue Feature war ein Segen in meinen Augen.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure class=&#34;pull-right sm no-border&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/old-man.png&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;h2 id=&#34;alter-mann&#34;&gt;Alter Mann&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Und was ist heute? Lese ich von einer neuen tolle App, stöhne ich nur auf. Wird mir vorgeschlagen, Messenger X oder Y zu verwenden, rattern mir schon Ausreden durch den Kopf. Erfahre ich auf Portalen wie dem angesagten &lt;em&gt;bento&lt;/em&gt; etwas über die „10 lustigsten Videos“ des letzten Jahres, kenne ich maximal eines davon – und das auch nur, weil im Spiegel oder so etwas darüber stand. Und bei jeder neuen Registrierung für einen Internetdienst, und sei es auch nur ein simpler Onlineshop, zieht mein Puls an.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Stellenanzeigen sind besonders frustrierend für mich. War ich mir früher – überspitzt gesagt – sicher, mit meinen coolen Internetproskillz auf dem Arbeitsmarkt gefragt zu sein, auch wenn ich die nächsten zwei Jahre Mathe schwänze, sind mir angesagte Jobs für junge Menschen schon jetzt teilweise zu hoch. Wird etwa für Internetredakteure oder Community-Manager verlangt, sich unter anderem gut in „&lt;em&gt;Instagram, Snapchat, Periscope und flickr&lt;/em&gt;&amp;quot; auszukennen, müsste ich zugeben, auf keinem dieser trendigen Netzwerke überhaupt einen Account zu haben, geschweige denn das geringste Interesse daran.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Am schlimmsten sind jedoch die Berichte in Fachzeitschriften über IT-Konferenzen. Wenn ich nur lese, dass wir in zehn Jahren unseren Alltag über ein Mikrofon steuern können, das unsere Spracheingaben direkt an Google oder Amazon schickt, würde ich am liebsten einen Flug in die hinterste Dritte Welt buchen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;die-frage-nach-dem-warum&#34;&gt;Die Frage nach dem Warum&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der große Unterschied zwischen meinem damaligen und heutigen Ich beschäftigt mich daher schon seit einiger Zeit. Obwohl ich mir vorgenommen habe, etwa nie von meinen zukünftigen Kindern in Sachen Computern und Internet überholt zu werden, graut es mir schon jetzt davor, die dann angesagten Features zumindest verstehen zu müssen. Woran liegt diese über zehn Jahren angewachsene Verdrossenheit gegenüber dem Neuen? Ist dies gar kein spezifisches Phänomen, sondern tatsächlich ein ganz normaler Prozess?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das fängt irgendwie schon bei dem Generationenunterschied an. Um die Wende herum geborene Kinder wie ich sind meist noch mit Windows 95 aufgewachsen. Zehn Jahre jüngere Menschen wissen teils nicht einmal mehr, wie man einen separaten Bildschirm anmacht. Das ist kein Vorwurf an die heutige Jugend, immerhin habe ich auch nie einen Commodore 64 in den Händen gehalten, trotzdem kann man ihn nicht ignorieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;div style=&#34;position: relative; padding-bottom: 56.25%; height: 0; overflow: hidden;&#34;&gt;&#xA;&#x9;&#x9;&#x9;&lt;iframe allow=&#34;accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share; fullscreen&#34; loading=&#34;eager&#34; referrerpolicy=&#34;strict-origin-when-cross-origin&#34; src=&#34;https://www.youtube-nocookie.com/embed/8ucCxtgN6sc?autoplay=0&amp;amp;controls=1&amp;amp;end=0&amp;amp;loop=0&amp;amp;mute=0&amp;amp;start=0&#34; style=&#34;position: absolute; top: 0; left: 0; width: 100%; height: 100%; border:0;&#34; title=&#34;YouTube video&#34;&gt;&lt;/iframe&gt;&#xA;&#x9;&#x9;&lt;/div&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Ein weiterer Grund könnte sein, dass mir die Sinnhaftigkeit heutiger Trends nicht wirklich klar ist. Warum &lt;em&gt;Instagram&lt;/em&gt;, wenn man seine Fotos auch auf &lt;em&gt;Facebook&lt;/em&gt; (wenn man es denn nutzt) Leuten zeigen kann? Warum muss ich meinen aktuellen Akkustand und das Wetter mit &lt;a href=&#34;http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neue-Social-Media-App-Peach-Mit-Zauberwoertern-Infos-teilen-3067666.html&#34;&gt;&lt;em&gt;Peach&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; teilen, wenn ich es doch auch einfach per gewöhnlichem Messenger schicken könnte? Gut, ältere Generationen dachten sich wahrscheinlich auch „Warum &lt;em&gt;ICQ&lt;/em&gt; benutzen, wenn ich doch einfach telefonieren könnte?“.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Natürlich liegt es auch an der gesteigerten Aufmerksamkeit gegenüber Nachteilen, die mit der Nutzung eines Dienstes einhergehen. Jede neue angesagte App verlangt weitreichenden Zugriff auf meine persönlichen Daten. Und mit rasant gestiegenen technischen Möglichkeiten (Spracherkennung, Virtual Reality, Automatisierung, Drohnen…) steigt auch der Einfluss dieser neuen Technik auf unser Leben. Ich las etwa kürzlich über Visionen in der Möbelbranche: Man könne sein Zuhause einscannen, in ein Möbelcenter fahren und dort die ausgestellten Möbel mit einer VR-Brille in seine Zimmer projizieren (bzw. andersherum). Die logische Konsequenz: IKEA &amp;amp; Co. wissen ab sofort, wie mein Zimmer aussieht, welchen Stil ich bevorzuge, dass mein Schrank aus dem letzten Jahrtausend stammt und welche Möbel ich mir besonders angeschaut habe. Gruselig, zumindest für mein heutiges Ich.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;All das zusammen verursacht, so glaube ich, bei mir diesen Trend zum „alt werden“: Sättigungsgefühl, Wertschätzung der gewohnten Werkzeuge, (berechtigte) Paranoia und auch einfach zu wenig Zeit, jedem coolen neuen Ding hinterherzulaufen, obwohl man genau weiß, dass es zu 90% in spätestens zwei Jahren in der Versenkung landet. Und ist das wirklich so schlimm?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Wie ist es bei Euch? Bin ich uncool? Seid Ihr es auch?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Routerzwang und was Aktivisten daraus lernen können</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</link>
      <pubDate>Sat, 19 Mar 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/routerzwang-und-was-aktivisten-daraus-lernen-k%C3%B6nnen/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Bei den Chemnitzer Linuxtagen 2016 hielt ich einen Vortrag über die Routerzwang-Kampagne und die Lektionen, die Aktivisten daraus ziehen können. Zu diesem Zeitpunkt war der Kampf um Router-Freiheit in Deutschland noch in vollem Gange, aber erfolgversprechend – ein guter Moment, um sowohl über den bisherigen Verlauf zu berichten als auch über die Strategien, die sich als erfolgreich erwiesen hatten. Die Chemnitzer Linuxtage ziehen ein technisch versiertes Publikum an, das oft frustriert ist über politische Prozesse, aber auch das Potenzial hat, diese zu beeinflussen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Bei den Chemnitzer Linuxtagen 2016 hielt ich einen Vortrag über die Routerzwang-Kampagne und die Lektionen, die Aktivisten daraus ziehen können. Zu diesem Zeitpunkt war der Kampf um Router-Freiheit in Deutschland noch in vollem Gange, aber erfolgversprechend – ein guter Moment, um sowohl über den bisherigen Verlauf zu berichten als auch über die Strategien, die sich als erfolgreich erwiesen hatten. Die Chemnitzer Linuxtage ziehen ein technisch versiertes Publikum an, das oft frustriert ist über politische Prozesse, aber auch das Potenzial hat, diese zu beeinflussen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Vortrag erklärte zunächst das Problem: Telekommunikationsanbieter zwangen Kunden, deren Router zu nutzen, was technische Einschränkungen, Sicherheitsrisiken und Lock-in bedeutete. Ich zeigte dann, wie es der FSFE und Partnern gelang, dieses Thema auf die politische Agenda zu bringen: durch technische Dokumentation der Probleme, Mobilisierung betroffener Nutzer, Zusammenarbeit mit Verbraucherschutzorganisationen, und direkte Arbeit mit Gesetzgebern. Besonders wichtig war die Erkenntnis, dass man nicht nur protestieren, sondern konkrete Lösungsvorschläge und Gesetzestexte liefern muss.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Präsentation diente als Ermutigung für technische Communities, sich politisch einzumischen. Die Diskussion konzentrierte sich auf praktische Fragen: Wie findet man Zeit für Aktivismus neben Beruf und Familie? Wie arbeitet man mit Politikern zusammen, die die technischen Details nicht verstehen? Wie baut man Koalitionen mit Nicht-Tech-Organisationen? Der Vortrag zeigte, dass effektiver Technik-Aktivismus möglich ist, wenn man strategisch vorgeht und die richtigen Verbündeten findet.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>EU Radio Directive threatens competition and user rights</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2016/eu-radio-directive-threatens-competition-and-user-rights/</link>
      <pubDate>Tue, 01 Mar 2016 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2016/eu-radio-directive-threatens-competition-and-user-rights/</guid>
      <description>Im Newsletter des DVTM (Deutscher Verband für Telekommunikation und Medien) erschien mein Artikel über die Bedrohung durch die EU-Funkanlagenrichtlinie. Ich analysiere, wie die Richtlinie nicht nur Wettbewerb und Innovation gefährdet, sondern auch fundamentale Nutzerrechte einschränkt und kleinere Unternehmen vom Markt ausschließen könnte.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In meinem Artikel für den DVTM-Newsletter warne ich vor den weitreichenden Folgen der EU-Funkanlagenrichtlinie (Radio Equipment Directive, RED) für Wettbewerb und Nutzerrechte. Die Richtlinie droht, etablierte Geschäftsmodelle zu zerstören und Innovation im Funkbereich massiv zu behindern. Besonders problematisch: Kleinere Hersteller und innovative Startups können sich die aufwendigen Zertifizierungsverfahren oft nicht leisten, was zu einer Marktkonsolidierung zugunsten großer Konzerne führen würde. Gleichzeitig werden Nutzer:innen ihrer Freiheit beraubt, eigene Software auf ihren Geräten zu installieren oder Sicherheitslücken selbst zu schließen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich betone, dass die Richtlinie auch die Telekommunikationsbranche direkt betrifft: Router-Hersteller, die auf offene Ökosysteme setzen, Anbieter von Netzwerklösungen und der gesamte Markt für Funkgeräte stehen vor existenziellen Herausforderungen. Die Kombination aus technischen Anforderungen und rechtlichen Unsicherheiten schafft ein Klima, das Innovation verhindert und den Wettbewerb zugunsten etablierter Anbieter verzerrt. Der Artikel verdeutlicht die Dringlichkeit, diese unverhältnismäßige Regulierung auf europäischer Ebene zu korrigieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der vollständige Artikel war im DVTM-Newsletter verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>10 Jahre Sony-Rootkit: Schadsoftware vom Hersteller (heise online)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/10-jahre-sony-rootkit-schadsoftware-vom-hersteller-heise-online/</link>
      <pubDate>Sat, 31 Oct 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2015/10-jahre-sony-rootkit-schadsoftware-vom-hersteller-heise-online/</guid>
      <description>Auf heise online veröffentlichte ich einen Artikel zum 10. Jahrestag des Sony-Rootkit-Skandals. Ich schildere, wie Sony mit einem Kopierschutz-Rootkit etwa 22 Millionen Computer infizierte – darunter auch militärische Systeme – und dabei massive Sicherheitslücken aufriss, Datenverluste verursachte und Nutzer:innen ihrer Kontrolle beraubte.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In meinem Artikel auf heise online erinnere ich an den bahnbrechenden Sony-Rootkit-Skandal von 2005. Vor zehn Jahren entdeckte Sicherheitsforscher Mark Russinovich zufällig, dass gekaufte Musik-CDs von Sony heimlich ein Schadprogramm auf Computern installierten. Das Extended Copy Protection-Rootkit sollte Kopiervorgänge verhindern, verursachte aber massive Probleme:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch durch den unsauber programmierten Treiber beklagten zahlreiche Käufer Datenverluste, Systemabstürze oder Performanceprobleme. Das Rootkit ließ sich nicht einfach deinstallieren. Löschte man die zugehörigen Dateien, sorgten veränderte Registrierungsschlüssel dafür, dass das CD-Laufwerk des Computers unbenutzbar wurde.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Die Dimension des Skandals war enorm:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Etwa 22 Millionen Computer wurden von dieser bösartigen Software infiziert, darunter auch Tausende in militärischen Einrichtungen. Das bedeutete teilweise eine immense Gefahr, da die Software anderer Malware auf dem System ermöglichte, sich besser vor Virenscannern zu verstecken. Erst nach einigem Hin und Her und wegen des wachsenden Drucks bot Sony knapp zwei Monate später ein funktionierendes Removal Tool an und rief die CDs zurück. Etwas vergleichbares hat sich ein Unternehmen seitdem nicht mehr getraut.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der &lt;a href=&#34;http://www.heise.de/newsticker/meldung/10-Jahre-Sony-Rootkit-Schadsoftware-vom-Hersteller-2865426.html&#34;&gt;vollständige Artikel&lt;/a&gt; mit technischen Details zum Rootkit ist auf heise online verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Kommentar: 10 Jahre Sony-Rootkit – Why we should care (c&#39;t magazin)</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/kommentar-10-jahre-sony-rootkit-why-we-should-care-ct-magazin/</link>
      <pubDate>Sat, 31 Oct 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2015/kommentar-10-jahre-sony-rootkit-why-we-should-care-ct-magazin/</guid>
      <description>Im c&amp;rsquo;t magazin veröffentlichte ich einen Kommentar zum 10. Jahrestag des Sony-Rootkit-Skandals. Ich argumentiere, dass Digital Rights Management (DRM) nicht aus der Welt ist und seine langfristigen Folgen unsere Gesellschaft vor immense Probleme stellen – von verlorener Innovation über eingeschränkte Nutzerrechte bis zur Kriminalisierung hunderttausender Menschen.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In meinem Kommentar zum 10. Jahrestag des Sony-Rootkit-Skandals warne ich vor den anhaltenden Gefahren durch Digitale Rechteminderung (DRM). Zehn Jahre nach dem Skandal, bei dem Sony Käufer:innen von Musik-CDs eine Schadsoftware unterjubelte, stehen wir heute vor wählerischen Kaffeemaschinen, spionierenden E-Book-Readern und Autos, die nur Ersatzteile bestimmter Hersteller akzeptieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Schlimmer noch ist aber der Verlust an Innovationspotenzial, den wir durch jedes weitere Produkt mit eingebauter Rechteminderung erleiden. Software oder Hardware der Zukunft wird immer auf der Benutzung und Modifikation der Geräte der Gegenwart aufbauen. Computer, in all ihren Erscheinungsformen, sind dabei die wichtigsten Geräte. Wenn diese essentiellen Werkzeuge künstlich beschränkt werden, schrumpfen die Möglichkeiten, mit ihnen Innovationen zu produzieren. Und anstatt Bestehendes weiterzuentwickeln, können wir es oft nicht einmal mehr selbst abändern oder reparieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich fordere ein positives “Right to Tinker” – ein Recht auf uneingeschränkte Nutzung, Modifikation und Experimentieren mit allen Geräten, die wir kaufen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wir benötigen also ein positives Recht auf uneingeschränkte Nutzung, Modifikation und Experimentieren mit allen Geräten, die wir kaufen (“Right to Tinker”). Uns müssen die Geräte auch tatsächlich gehören, die wir erworben haben. Das wird noch elementarer in Hinsicht auf das aufblühende Internet der Dinge, in dem noch viel mehr Computer um uns herum sein werden. Ob sie dann unsere Werkzeuge für Innovation sein werden oder solche zu unserer Einschränkung, müssen wir bald entscheiden. (mho)&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der &lt;a href=&#34;https://www.heise.de/hintergrund/Kommentar-10-Jahre-Sony-Rootkit-Noch-viel-zu-tun-2865608.html&#34;&gt;vollständige Kommentar&lt;/a&gt; mit weiteren Details zu den gesellschaftlichen Folgen von DRM ist im c&amp;rsquo;t magazin verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Der lange Weg des Routerzwangs zur Endgerätefreiheit</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/der-lange-weg-des-routerzwangs-zur-endger%C3%A4tefreiheit/</link>
      <pubDate>Thu, 27 Aug 2015 00:00:00 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2015/der-lange-weg-des-routerzwangs-zur-endger%C3%A4tefreiheit/</guid>
      <description>In einem Gastbeitrag für Netzpolitik.org dokumentiere ich den jahrelangen Kampf gegen den Routerzwang und den nahenden Erfolg für die Endgerätefreiheit. Seit Anfang 2013 begleite ich als Koordinator des deutschen FSFE-Teams die Auseinandersetzung um die freie Routerwahl, die enorme Auswirkungen auf Privatsphäre, Sicherheit und Wettbewerb hat. Der Artikel zeichnet nach, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Ende 2014 die Sache von der zögerlichen Bundesnetzagentur übernahm und einen zufriedenstellenden Gesetzentwurf vorlegte, der nun auf die Zustimmung von Bundesrat und Bundestag wartet.</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;In einem Gastbeitrag für Netzpolitik.org dokumentiere ich den jahrelangen Kampf gegen den Routerzwang und den nahenden Erfolg für die Endgerätefreiheit. Seit Anfang 2013 begleite ich als Koordinator des deutschen FSFE-Teams die Auseinandersetzung um die freie Routerwahl, die enorme Auswirkungen auf Privatsphäre, Sicherheit und Wettbewerb hat. Der Artikel zeichnet nach, wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Ende 2014 die Sache von der zögerlichen Bundesnetzagentur übernahm und einen zufriedenstellenden Gesetzentwurf vorlegte, der nun auf die Zustimmung von Bundesrat und Bundestag wartet.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Beitrag erklärt die Bedeutung des passiven Netzabschlusspunkts, die geplante Verpflichtung zur Herausgabe von Zugangsdaten und das vorgesehene Bußgeld von 10.000 Euro bei Verstößen. Zudem rufe ich dazu auf, Volksvertreter zu kontaktieren, damit das Gesetz ohne weitere Einschränkungen verabschiedet wird, um das Minimum an Endgerätefreiheit, Verbraucherschutz und Sicherheit zu sichern. Doch der Weg ist noch nicht zu Ende:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch auch danach wird es spannend. Stellen sich Internetanbieter bei der Verwendung eigener Geräte im Support quer? Können alle Geräte problemlos an alternativen Routern eingesetzt werden? Findet trotz Gesetz eine Diskriminierung irgendeiner Art statt? Ja, wir können uns über die bisherigen Erfolge freuen. Doch in diesem Thema steckt zu viel Geld, als dass wir uns in trügerischer Sicherheit wiegen dürften.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der &lt;a href=&#34;https://netzpolitik.org/2015/der-lange-weg-des-routerzwangs-zur-endgeraetefreiheit/&#34;&gt;vollständige Gastbeitrag&lt;/a&gt; ist auf Netzpolitik.org verfügbar.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Weiterer Teilerfolg beim Routerzwang</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/weiterer-teilerfolg-beim-routerzwang/</link>
      <pubDate>Wed, 22 Jul 2015 06:48:01 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2015/weiterer-teilerfolg-beim-routerzwang/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org&#34;&gt;Free Software Foundation Europe&lt;/a&gt; und alle Freunde Freier Software, Verbraucherrechte und freien Wettbewerbs können sich seit einigen Tagen über einen weiteren Erfolg beim Thema Routerzwang freuen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Thema Routerzwang in die eigenen Hände genommen hatte und einen Gesetzentwurf (TK-Endgerätegesetz) verfasst hat, der größtenteils unseren Vorstellungen entspricht, wurde dieser Entwurf der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für Kommentare und Änderungswünsche vorgelegt. Dabei wurde nach Ablauf der sogenannten Stillhaltefrist ausschließlich eine formelle Unklarheit bemängelt und der Gesetzestext im Inhalt gebilligt.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Die &lt;a href=&#34;https://fsfe.org&#34;&gt;Free Software Foundation Europe&lt;/a&gt; und alle Freunde Freier Software, Verbraucherrechte und freien Wettbewerbs können sich seit einigen Tagen über einen weiteren Erfolg beim Thema Routerzwang freuen. Nachdem das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) das Thema Routerzwang in die eigenen Hände genommen hatte und einen Gesetzentwurf (TK-Endgerätegesetz) verfasst hat, der größtenteils unseren Vorstellungen entspricht, wurde dieser Entwurf der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten für Kommentare und Änderungswünsche vorgelegt. Dabei wurde nach Ablauf der sogenannten Stillhaltefrist ausschließlich eine formelle Unklarheit bemängelt und der Gesetzestext im Inhalt gebilligt.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig1&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz-kraken.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Eigene Router in Bedrängnis – hoffentlich nicht mehr lange. Scott Beale, CC BY-NC 2.0&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rz-kraken.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Eigene Router in Bedrängnis – hoffentlich nicht mehr lange. Scott Beale, CC BY-NC 2.0&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kurzinfo: Was ist Routerzwang?&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;In unserer Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, sich für technische Geräte frei entscheiden zu können, die man in seinem Zuhause in Betrieb nehmen möchte, genauso wie wir entscheiden können, welches Mobiltelefon wir kaufen. Doch einige Internetanbieter widersprechen diesem Prinzip und schreiben ihren Kunden vor, welches Gerät sie zur Einwahl in das Internet nutzen müssen oder diskriminieren Besitzer alternativer Geräte. Diese Verletzung eigentlich selbstverständlicher Rechte wird Routerzwang genannt und wird von der Free Software Foundation Europe und vielen anderen Organisationen, Projekten und Individuen stark kritisiert. Routerzwang ist nicht nur ein Thema für Technikexperten, sondern betrifft uns alle.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Routerzwang beschäftigt die FSFE &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers/timeline.html&#34;&gt;seit dem Januar 2013&lt;/a&gt;, die öffentlich in vielen Anhörungen und im Hintergrund Stellung bezogen hat. Mehr Informationen über das Thema auf &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/activities/routers/routers.html&#34;&gt;unserer ausführlichen Übersichtsseite&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Passend zum Ende dieser Phase hat der Journalist Jan Rähm für den Deutschlandfunk einen Beitrag gesendet, der das Thema sehr differenziert betrachtet, den aktuellen Stand darlegt und sowohl Gegner als auch Befürworter des Routerzwangs zu Wort kommen lässt. Der Beitrag ist als &lt;a href=&#34;http://www.deutschlandfunk.de/dose-oder-modem-wo-endet-das-netz-der-internetanbieter.684.de.html?dram:article_id=325175&#34;&gt;verkürzte Textversion&lt;/a&gt; und in der &lt;a href=&#34;http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2015/07/11/dlf_20150711_1630_6e0df5f8.mp3&#34;&gt;vollen Audioversion&lt;/a&gt; (5:48) auf der Webseite des Deutschlandfunks zu finden. So sagt etwa der Pressesprecher von Tele Columbus, einer der wenigen Befürworter des Routerzwangs:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;“&lt;em&gt;Im Kabelnetz von Tele Columbus besteht de facto schon heute Routerwahlfreiheit, denn wir stellen dem Kunden, wenn er nicht ausdrücklich einen Router von uns wünscht, ein einfaches Kabelmodem zur Verfügung, an das er jedes beliebige Endgerät mit der Funktionalität seiner Wahl anschließen kann.&lt;/em&gt;”&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch die Position der FSFE, diverser Unternehmen aus der TK-Endgeräte-Industrie, Verbraucherschutz- und Bürgerrechtsorganisationen sowie engagierter Individuen lautet seit jeher, dass das Netz und die Wahlfreiheit des Benutzers an der Dose in der Wand beginnt. Zu dieser Einsicht ist man auch im Bundeswirtschaftsministerium gelangt und hat deswegen größtenteils unmissverständlich festgelegt, dass – egal ob DSL- oder Kabelanschluss – die Kunden in Zukunft ihre Endgeräte, also Modems und Router, selbst auswählen dürfen. Für uns als FSFE ist dieser Schritt die einzig logische Konsequenz, &lt;em&gt;weil dadurch alle Verbraucher laut Gesetz ein Modem- und Routermodell ihrer Wahl einsetzen können, ohne diskriminiert zu werden&lt;/em&gt;&amp;quot; (höre auch Zitat ab 1:55).&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auch Argumente, dass die freie Routerwahl die Stabilität von Kabelnetzen gefährden würde, sehen wir Ablenkunsmanöver. So ist es etwa in den USA ohne weiteres unter ähnlichen Bedingungen wie in Deutschland möglich, ein Kabelmodem seiner Wahl zu betreiben. Von den heraufbeschworenen Netzausfällen und Störungen haben weder wir noch Verbände der Endgeräteindustrie gehört.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;wie-es-weiter-geht&#34;&gt;Wie es weiter geht&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Nachdem die Stillhaltefrist und damit der Zeitraum für mögliche Kommentierungen von EU-Ebene vorrüber ist, geht das Gesetz wieder zurück an das BMWi. Dieses wird voraussichtlich die formellen Änderungswünsche der Kommission umsetzen, woraufhin sich das Bundeskabinett mit dem Gesetz befasst. Wie uns mitgeteilt wurde, ist der darauf folgende parlamentarische Prozess für Herbst diesen Jahres vorgesehen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch wie schon im Titel angedeutet, ist der bisher erlangte Erfolg zwar ein Grund zur Freude, aber nicht zur Unachtsamkeit, da nur eine weitere Etappe genommen wurde. Vor allem die Netzbetreiber und -provider haben sich bisher als große Gegner einer freien und fairen Endgerätewahl positioniert und rücken noch immer nicht von bereits mehrfach widerlegten Argumenten ab. Wir als FSFE stellen uns daher auf ein paar Überraschungen ein und hoffen, dass Minister und Abgeordnete in Kabinett und Parlament die Rechte von Nutzern verteidigen und wiederherstellen werden.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich danke im Namen der FSFE den zahlreichen Unterstützern der freien Endgerätewahl für die gute Zusammenarbeit.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Nächster Halt: Endstation.</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/n%C3%A4chster-halt-endstation./</link>
      <pubDate>Wed, 20 May 2015 08:04:10 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2015/n%C3%A4chster-halt-endstation./</guid>
      <description>&lt;p&gt;Man könnte meinen, hier in Tansania ist man weit weg von den politischen Vorgängen in Deutschland. Doch interessanterweise wird es einem hier dieser Tage sehr einfach gemacht, den GDL-Streik, der vor allem vor Pfingsten in Deutschland die Bevölkerung elektrisiert, aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wo selbst politik-kritische Formate wie die Satire-Komik-Sendung Heute Show durchgehend auf dem Gewerkschaftsführer Weselsky rumhackt, kann man durch den Vergleich mit Ländern wie Tansania, in denen das ganze Politikschauspiel noch etwas durchsichtiger und simpler gehalten ist, sehr gut verstehen, warum der GDL-Streik im Endeffekt ein notwendiges Übel für nahezu alle Bürger in Deutschland ist.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Man könnte meinen, hier in Tansania ist man weit weg von den politischen Vorgängen in Deutschland. Doch interessanterweise wird es einem hier dieser Tage sehr einfach gemacht, den GDL-Streik, der vor allem vor Pfingsten in Deutschland die Bevölkerung elektrisiert, aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wo selbst politik-kritische Formate wie die Satire-Komik-Sendung Heute Show durchgehend auf dem Gewerkschaftsführer Weselsky rumhackt, kann man durch den Vergleich mit Ländern wie Tansania, in denen das ganze Politikschauspiel noch etwas durchsichtiger und simpler gehalten ist, sehr gut verstehen, warum der GDL-Streik im Endeffekt ein notwendiges Übel für nahezu alle Bürger in Deutschland ist.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Über den Autor:&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Max Mehl, 25, ist ein… ach, Ihr wisst wer ich bin. Wichtig für diesen Artikel ist allerdings, dass ich kein typischer Autor eines gewerkschaftsfreundlichen Beitrags bin. Ich bin Fan von offenem Wettbewerb, die SPD fand ich immer schon so naja und beim Wort „Sozialismus“ bekomme ich nervöse Zuckungen. Trotzdem befürworte ich den GDL-Streik. Wie in aller Welt passt denn das zusammen?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Spätestens wer das zweite Semester der Politikwissenschaften absolviert hat, wird einen der wesentlichen Kerne der Realismustheorie verstanden haben. Es geht im Wesentlichen um Macht. Und Macht kann sich durch vieles definieren: Politischer Einfluss, militärische Schlagkraft, Ressourcen und natürlich Geld.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;was-in-tansania-gilt&#34;&gt;Was in Tansania gilt…&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Hier in Tansania ist vor allem letzteres von Bedeutung. Wer über beträchtliche Summen von Geld verfügt, kann sich Einfluss kaufen und durch diesen Einfluss noch mehr Geld abzwacken. Im Gegenzug – und das ist viel prekärer – haben diejenigen, die kein Geld besitzen, keinen Einfluss, keine Stimme, keine Macht. Und das trifft somit auf weit über 90% der Bevölkerung zu. Die Tansanier haben es mit einem Parlament zu tun, das spätestens seit der Amtszeit des letzten Präsidenten diesem nur noch mehr Macht zuscheffelt. Und wenn es doch einmal so was verrücktes wie Korruptionsbekämpfung anstrebt, werden die verabschiedeten Gesetze per Veto geblockt oder ganz einfach nicht implementiert.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auf der anderen Seite stehen die Dala Dala-Fahrer, die die typischen (meiner Meinung nach für Zwerge konstruierten) Kleinbusse in Betrieb halten, die (halbwegs) fixe Routen anfahren und im Nah- und Halbfernverkehr dominieren. Das Parlament hat vor einigen Wochen eine drastische Veränderung verabschiedet: Unter anderem teurere Lizenzen und regelmäßige Fahrprüfungen. Nicht, dass ich mehr Sicherheit nicht befürworten würde, aber in einem Land, in dem jeder Behördengang zu zahlende Bestechungsgelder mit sich bringt und die ebenfalls auf Bestechungsgeld aufbauende Polizei mit Freuden den Führerschein des Fahrers eines mit 15 Fahrgästen gefüllten Dala Dalas besonders gründlich untersuchen wird, ist das schon ein kritischer Vorgang.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Was haben diese Fahrer also für Möglichkeiten, ihrem Widerwillen Ausdruck zu verschaffen? Sich mit offenen Briefen an die Politik wenden? Mit Schildern auf der Straße protestieren? Nein, es handelt sich dabei um Menschen aus den unteren Schichten, die austauschbar sind. Aber sie haben die Macht, durch Streik ein ganzes Land lahmzulegen und haben das auch für etwas über 24 Stunden gemacht. Und plötzlich stehen die politischen Eliten und die revoltierenden Fahrer auf Augenhöhe und können (für tansanische Verhältnisse) anständig diskutieren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;-gilt-umso-mehr-in-deutschland&#34;&gt;… gilt umso mehr in Deutschland&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Was wir aus dem Tansanischen Beispiel lernen: Es geht um Macht und um das Recht, auf Augenhöhe über Konditionen zu diskutieren. Doch was im fernen Afrika der übersichtliche Streit zwischen einer Horde Minibusfahrer und der Regierung ist, ist in Deutschland der womögliche Endkampf zwischen Arbeitnehmerrechten und den politischen und wirtschaftlichen Machthabern.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Denn es geht nicht nur um mehr Geld für die Lokführer, sondern darum, ob das (ironischerweise) von der SPD auf den Weg gebrachte Tarifeinheitsgesetz kleinere Gewerkschaften in die Bedeutungslosigkeit abschiebt und damit nicht nur den Lokführern, sondern de facto auch der gesamten „Arbeiterschaft“ die Lobby entreißt. Denn wenn wir resümieren, waren die letzten Arbeitskämpfe immer nach demselben Muster aufgebaut: Verhandlungen, zwei kleine Warnstreiks, die niemandem so wirklich weh tun, weitere Verhandlungen und dann eine Einigung auf einen Betrag, der irgendwie auch nicht so wirklich zur Realität passen will, sondern die Arbeitnehmer im Vergleich zur Inflation immer schlechter da stehen lässt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;quo-vadis-öffentliche-meinung&#34;&gt;Quo vadis, Öffentliche Meinung?&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Gewerkschaften werden langsam zu einem Relikt aus alten Tagen und dieser Trend wird von der alten Arbeiterpartei SPD, die jetzt irgendwo zwischen den Scheinwirklichkeiten rum dümpelt und es sich eigentlich mit allen verscherzt (Vorratsdatenspeicherung, TTIP, BND-Affäre…), nur noch verstärkt. Und wenn wir ehrlich sind, gefällt uns das sogar auf den ersten Blick. Was habe ich mich früher über Arbeiter in gelben VerDi-Westen geärgert, die mit ihrem Kohlestreik schon wieder den ersten Slot in der Tagesschau bekommen haben. Uns wäre es auch recht, wenn Züge einfach fahren würden, am besten ohne dass wir je einen Zugfahrer zu Gesicht bekommen.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig1&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/weselsky-bild.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Zwar eine Montage des Postillon, aber recht nah an der Wirklichkeit&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/weselsky-bild.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Zwar eine Montage des Postillon, aber recht nah an der Wirklichkeit&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Doch was wir damit im Endeffekt wollen würden, wäre die Entmachtung genau dieser Arbeitnehmer. Ich bin bei Weitem kein Sozialist und das Wort „Klassenkampf“ war mir schon immer fern, aber ich weiß, dass jeder Mensch heute mindestens eine Lobby braucht. Wir sehen in Brüssel heute, wie Realpolitik gemacht wird: Mächtige, mit Millionen ausgestattete Lobbyorganisationen vertreten Wirtschaftsinteressen von Firmen, die wie Pipi Langstrumpf die Welt so gestalten (möchten), wie sie ihnen gefällt. Auf der Strecke bleiben dabei Interessen, die nicht mit ähnlich viel Geld unterfüttert sind. In der Free Software Foundation Europe (&lt;a href=&#34;https://fsfe.org&#34;&gt;FSFE&lt;/a&gt;) sehen wir derzeit, wie schwer es ist, ohne überschäumende Ressourcen ganz rationale Interessen normaler Bürger und kleiner Unternehmen gegen &lt;a href=&#34;https://www.lobbycontrol.de/2014/09/lobbyfacts-die-groessten-deutschen-lobbyakteure-in-bruessel/&#34;&gt;die Macht riesiger Tech-Unternehmen&lt;/a&gt; zu vertreten. Wo sollen da Lokführer und Stahlarbeiter bleiben? Dazu kommt auch die politische und großgewerkschaftliche Untätigkeit, wie &lt;a href=&#34;http://www.spiegel.de/politik/deutschland/bahn-streik-danke-claus-weselsky-augstein-kolumne-a-1032521.html&#34;&gt;Jakob Augstein im Spiegel&lt;/a&gt; schon so gut zusammengefasst hat:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;„Die Sozialdemokraten haben gegen die wachsende Ungleichheit nichts unternommen. Und die Gewerkschaften auch nicht. Im Gegenteil: Viel zu viele Sozialdemokraten und Gewerkschafter haben sich in der Vergangenheit auf die Seite der Lohndrücker geschlagen.“&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&#xA;&lt;figure &gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig2&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/weselsky-bahnsinn.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Größenbahnsinn oder geht’s vielleicht um mehr?&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig2&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/weselsky-bahnsinn.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Größenbahnsinn oder geht’s vielleicht um mehr?&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Kurzum: Deutsche Bürger, die nicht gerade Besitzer eines Multi-Millionen-Euro-Unternehmens sind, sollten sich aus ganz rationalen Gründen gegen das Mainstream-Bashing von GDL und Weselsky stellen. Denn mit dem Ausgang dieser Streik-Schlacht kann sich entscheiden, ob harte Verhandlungsmethoden und Gewerkschaften überhaupt noch eine Zukunft haben. Diese kleine Gewerkschaft könnte die Blaupause für die kommenden Verhandlungen etwa mit Lehrkräften an Schulen und Universitäten sein und ob diese dann überhaupt streiken dürfen. Lokführer sind der Mehrzahl der Bürger recht egal, aber die Pädagogen zukünftiger Generationen sollten es nicht sein. Aber wenn es soweit kommt, hat sich womöglich deren politische Macht schon in Rauch aufgelöst, weil sie ihr letztes Machtmittel, den Streik, über Arbeitsgerichte, Tarifeinheitsgesetze und die gefestigte Streikmüdigkeit der Bevölkerung schon verloren hat.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Durch die geballte Einigkeit gegen diesen einen Streik einer Mini-Gewerkschaft schaufeln wir das Grab für die zukünftige Interessensvertretung von Arbeitnehmern in viel bedeutenderen Branchen und machen damit Wirtschaftsgrößen den größten Gefallen. Und was bleibt allen Normalo-Bürgern ohne Lobby dann, außer es das nächste Mal mit einer besseren Regierung zu versuchen, die der Wirtschaftslobby vielleicht etwas länger widerstehen kann?&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Erste Eindrücke aus Tansania</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2015/erste-eindr%C3%BCcke-aus-tansania/</link>
      <pubDate>Tue, 14 Apr 2015 08:05:07 +0000</pubDate>
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      <description>&lt;p&gt;Pole pole – das ist die typisch tansanische Mentalität, alles etwas ruhiger und langsamer angehen zu lassen. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich erst einen Monat nach meiner Ankunft in Tansania dazu komme, einen ersten Blogeintrag über meine bisherigen Erfahrungen zu schreiben. Ich bin hier von Anfang März bis Ende Juli als Freiwilliger in einer Organisation tätig, die die Bildung von jungen Menschen und der ländlichen Bevölkerung durch Einsatz und Schulung von IT verbessern will. Im Folgenden möchte ich kurz einen Rundumblick über mein Leben hier und die Bedingungen geben, konkret über meinen Alltag, die Gefahren, meine Arbeit als Freiwilliger, die einheimische Bevölkerung und Kultur, Wetter und Natur sowie das liebe Geld:&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Pole pole – das ist die typisch tansanische Mentalität, alles etwas ruhiger und langsamer angehen zu lassen. Und wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum ich erst einen Monat nach meiner Ankunft in Tansania dazu komme, einen ersten Blogeintrag über meine bisherigen Erfahrungen zu schreiben. Ich bin hier von Anfang März bis Ende Juli als Freiwilliger in einer Organisation tätig, die die Bildung von jungen Menschen und der ländlichen Bevölkerung durch Einsatz und Schulung von IT verbessern will. Im Folgenden möchte ich kurz einen Rundumblick über mein Leben hier und die Bedingungen geben, konkret über meinen Alltag, die Gefahren, meine Arbeit als Freiwilliger, die einheimische Bevölkerung und Kultur, Wetter und Natur sowie das liebe Geld:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;mein-alltag&#34;&gt;Mein Alltag&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich wohne mit &lt;a href=&#34;http://tanja-winkler.com&#34;&gt;meiner Freundin&lt;/a&gt; in einer 3-Zimmer-WG im Stadtzentrum von Moshi, nahe des Kilimanjaros. Die Woche über arbeite ich momentan bis mittags im Moshi Institute of Technology, einer Art Volkshochschule mit Kursen im Bereich IT, Buchhaltung und Sprachen, welche von &lt;a href=&#34;http://www.tareo-tz.org&#34;&gt;TAREO (Tanzania Rural Empowerment Organization)&lt;/a&gt; geleitet wird (dazu später mehr). Der Rest des Tages (nahezu alle Ehrenamtlichen in der Stadt arbeiten halbtags) geht hier mit ungewöhnlich zeitraubenden Aktivitäten wie Kochen, Einkaufen auf dem Markt und vom teils tierischen heißen Wetter ausruhen (zwischen 13 und 15 Uhr gehen selbst Transanier ungern auf die Straße) drauf.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure class=&#34;md&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig1&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-kilimanjaro-balkon.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Blick auf das „Dach Afrikas“ von unserer Haustür&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig1&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-kilimanjaro-balkon.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Blick auf das „Dach Afrikas“ von unserer Haustür&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Die Länge des Tages wird durch die sehr früh einsetzende Dunkelheit um etwa 19 Uhr limitiert, nach der wir Wazungu (Mzungu = Ausländer, Weißer) nicht auf die Straße sollten, mehr dazu später. Am Wochenende bekommen wir Ehrenamtlichen für gewöhnlich frei, um die Stadt und Gegend zu erkunden, Trips zu unternehmen oder uns von der oft geistig anstrengenden Arbeit zu erholen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;gefährlichkeit&#34;&gt;Gefährlichkeit&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Eine der häufigsten Fragen ist die nach der Gefährlichkeit. Kurzum: Es ist nicht viel gefährlicher als in einer deutschen Großstadt, wenn man sich nicht vollkommen daneben verhält und ein paar Grundregeln beachtet. Tagsüber haben wir noch nie davon gehört, dass jemand beklaut wurde, obwohl wir allein von der Hautfarbe her natürlich extrem auffällig sind. Moshi gilt als sehr sicher (was auf einige andere südlichere Großstädte in Tansania allerdings nicht zutrifft). Die größte Gefahr im Hellen ist es, in der ersten Zeit auf einen der zahlreichen Straßenverkäufer reinzufallen, die einem zuerst erzählen, wie toll sie arme Waisenkinder unterstützen und nach 5 Minuten plötzlich dubiose Safaris oder Halsketten anbieten – aber da lernt man schnell draus :)&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Armut und Arbeitslosigkeit locken Gelegenheitsdiebe hervor, die technische Geräte und Geld von den Unglücklichen abstauben wollen, aber diese dann meist ziehen lassen – ein Vorteil der kaum vorhandenen Kleinverbrechensaufklärung der hiesigen Polizei. Da das Taxi hier aber je nach Distanz 1,50€ bis 2,50€ pro Fahrt kostet, gehen wir Voluntäre da sowieso auf Nummer sicher und hatten in letzter Zeit nie Probleme.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;meine-arbeit&#34;&gt;Meine Arbeit&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ich arbeite für TAREO, eine Organisation, welche die ländliche Bevölkerung, die hier aufgrund der schlechten Bildung und der mieserablen Infrastruktur stark benachteiligt ist, unterstützen will. Das macht sie durch einige ländliche Schulen, aber auch Bildungseinrichtungen in Städten, wo junge Menschen Qualifikationen erwerben können. TAREO macht das vor allem durch den Einsatz von Computern und dem Internet, um die Menschen (meist Kinder, Jugendliche, Frauen und Farmer) gesellschaftlich aufholen zu lassen. Ein Problem nämlich ist, dass Schulen hier meist nicht kostenlos sind, oft ewig weit vom Wohnort entfernt sind und die Schullaufbahn sehr lange dauert, bis man etwa auf eine Universität gehen kann.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;figure class=&#34;md&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig2&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-moshi-clocktower.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Moshi Innenstadt an einem Nachmittag&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig2&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-moshi-clocktower.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Moshi Innenstadt an einem Nachmittag&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Im Moshi Institute of Technology (MIT), wo ich tätig bin, kann man an Kursen für Bürofachkräfte, IT-Techniker oder einfache PC-Grundlagen teilnehmen, was einen vergleichsweise geringen Betrag kostet. Dafür gibt es dann neben dem hier sehr wertvollen Wissen auch Zertifikate und sogar ganze Schulabschlüsse können nachgeholt werden. Natürlich ist das nicht vergleichbar mit professionellen Angeboten in Europa, schon einfach deswegen, weil die Infrastruktur fehlt. Wir arbeiten hier mit PCs aus dem Jahr 2001-2003, meist Pentium 3 oder 4 mit 256 bis 512MB Arbeitsspeicher. Leider laufen die meisten PCs noch mit WindowsXP, was ich aber durch die Installation von ressourcensparenden und vor allem kostenlosen Linux-basierten Systemen zu ändern gedenke.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Momentan aber ist &lt;a href=&#34;http://www.tareo-tz.org&#34;&gt;die neue Webseite von TAREO&lt;/a&gt; (mittlerweile schon online) mein Hauptprojekt. Bisher hatte die Dachorganisation eine eigene Präsenz, genauso wie zwei der Center und der IT-Service – jeweils alle hoffnungslos veraltet und optisch ein Graus. Ich fasse nun alle Infos und einer modernen Webseite zusammen, strukturiere sie ordentlich, mache sie attraktiver für Sponsoren und interessierte Freiwillige und  besser auffindbar über Suchmaschinen. Mein Hauptaugenmerk liegt aber auf der einfachen Bedienung für die zuständigen Mitarbeiter, damit sie in Zukunft schnell Infos hinzufügen oder Bilder ändern können.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Diese Arbeit war zeitraubender als gedacht, weil es mehr Informationen, Schulen und Kurse zu vereinheitlichen galt als ich anfangs dachte. Möchte man dann noch aktuelle Bilder von den Einrichtungen auftreiben und vielleicht noch Fotos von den verschiedenen Mitarbeitern sammeln, kann sich das ganze nach hinten verschieben – pole pole halt. Bis Mitte/Ende April möchte ich dieses umfangreiche Projekt aber fertiggestellt haben und mich auf die Schulung von Lehrern des MIT konzentrieren. Momentan schwebt mit vor, die alte Software (und vielleicht auch Hardware) in der Einrichtung zu mordernisieren und dabei die 4 Lehrkräfte im Sinne von Learning by Doing einzubinden. Diese sind meist theoretisch recht fit und höchst interessiert, aber haben noch nie einen modernen Server angefasst oder eine Webseite online gestellt, weil einfach die Mittel dazu fehlen – etwas schade, wenn sie darüber unterrichten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;die-einheimischen&#34;&gt;Die Einheimischen&lt;/h2&gt;&#xA;&#xA;&lt;figure class=&#34;md&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig3&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-moshi-gruen.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Eine kleiner Weg in Moshi. Man beachte die Vegetation&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig3&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-moshi-gruen.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Eine kleiner Weg in Moshi. Man beachte die Vegetation&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Hier kann und will ich noch gar nicht so viel sagen. Die tansanische Kultur ist mir im Großen und Ganzen noch etwas unbekannt und fremd und man tritt immer mal wieder in kleine Fettnäpfchen. Eines der größten Probleme im Miteinander ist sicherlich die Sprachbarriere und die damit verbundenen Missverständnisse. Nur wenige Einheimische sprechen für unsere Verhältnisse wirklich gutes Englisch, um sich über kompliziertere Sachverhalte wie Kultur oder Gesellschaft zu unterhalten. Zudem waren die meisten Leute hier nie in Europa oder den USA und gehen davon aus, dass wir in der ersten Welt in purem Reichtum leben, nie krank werden, die iPhones und Fernseher auf Bäumen wachsen und alle happy sind. Das wird durch Filme und Serien vermittelt und leider durch Kurzzeittouristinnen in High-Heels und Miniröcken und wohlbeleibte Amis, die mit Geld um sich schmeißen (ist ja alles billig hier) nicht wirklich verbessert.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ansonsten gibt es hier eine ganz klare Prioritätsverteilung: Die Familie steht ganz oben, dann folgen Freunde und erst dann mal Beruf oder Kunden. Nur die wenigsten Selbstständigen hier streben nach höherem, indem sie etwa ihre Restaurants renovieren, das Angebot erweitern oder eine Zweigstelle eröffnen. Man ist hier meist zufrieden, wenn man die Familie durchbringen kann. Ob das nun gut oder schlecht ist, überlasse ich Eurer Meinung. Aber wie ich schon gehört habe, spielt die Stammeszugehörigkeit hier noch eine sehr große Rolle. Dominant sind hier etwa die Chagga, welche als egoistisch und geschäftstüchtig gelten, wohingegen andere Stämme gastfreundlicher und selbstloser sein sollen. Eine Sonderrolle halten die Maasai inne, die ihrer traditionellen Lebensweise im Einklang mit der Natur treu geblieben sind. Einen Stamm der Maasai werden wir hoffentlich bald einmal über eine Nacht besuchen und dort mehr über sie lernen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;wetter-und-natur&#34;&gt;Wetter und Natur&lt;/h2&gt;&#xA;&#xA;&lt;figure class=&#34;md&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig4&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-safari-ele.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;Ein kleiner Ausschnitt aus der Herde Elefanten, die im Tarangire unseren Weg gekreuzt hat&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig4&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-safari-ele.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;Ein kleiner Ausschnitt aus der Herde Elefanten, die im Tarangire unseren Weg gekreuzt hat&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Im April befindet sich Tansania für gewöhnlich in der großen Regenzeit, die Mitte/Ende März beginnt und bis Ende Mai dauert. Wer jetzt an Dauerregen und überschwemmte Straßen denkt, irrt genauso wie ich zu Anfang. Regenzeit bedeutet, dass es nachts mal ein paar Stunden regnet und tagsüber vielleicht mal maximal eine Stunde – dann aber wie aus Kübeln! Daher ist es auch etwas kälter als im hiesigen Sommer (November bis Februar), zumindest wenn man 28°C als kalt bezeichnen will. In höheren Lagen allerdings bewirkt dieser Regen wahre Wunder: Sandbraune Wiesen werden zu blühenden Äckern und jeder Schilling wird in die Landwirtschaft gesteckt. Selbst hier in Moshi sieht man plötzlich mehr Grün. Wir sind mal gespannt, wie sich die Regenzeit noch entwickelt und ob es hoffentlich noch kühler wird.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Tansania ist entgegen der weit verbreiteten Vorstellung, dass es sich um weite Ödnis, verbrannte Weiden und kahle Hügel handelt, ein von der Natur her sehr vielfältiges Land. Nachdem wir am Osterwochenende auf eine dreitägige Safari durch Lake Manyara, den Ngorongoro Krater und den Tarangire-Nationalpark gefahren sind, weiß ich, dass Tansania grün, blau, braun und rot zugleich kann: Urwaldähnliche Wälder, weite Steppen, riesige Seen, Hügellandschaften in sattem sandbraun mit einzelnen gigantischen Bäumen und erwachende Flüsse und an der Straße vulkanische rote Gesteinsbrüche. Das Weiß auf der Kuppe des Kilimanjaros natürlich nicht zu vergessen!&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;money-money-money&#34;&gt;Money money money&lt;/h2&gt;&#xA;&#xA;&lt;figure class=&#34;md&#34;&gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &lt;a href=&#34;#fig5&#34;&gt;&#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-schilling.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;        &lt;figcaption&gt;10.000 Schilling. Umgerechnet 5€ und die größte Banknote&lt;/figcaption&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;div class=&#34;snap-lightbox&#34; id=&#34;fig5&#34;&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close&#34;&gt;&lt;/a&gt;&#xA;        &lt;div class=&#34;snap-lightbox-inner&#34;&gt;&#xA;          &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/tz-schilling.jpg&#34;  /&gt;&#xA;          &lt;p&gt;10.000 Schilling. Umgerechnet 5€ und die größte Banknote&#xA;          &lt;/p&gt;&#xA;        &lt;/div&gt;&#xA;        &lt;a href=&#34;#_&#34; class=&#34;snap-lightbox-close-button&#34;&gt;&lt;i class=&#34;snap-lightbox-x&#34;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&#xA;      &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;p&gt;Wie schon angedeutet, sind hier viele Sachen unglaublich günstig, vor allem einheimische Lebensmittel und Dienstleistungen. Die tansanische Währung sind Tansanische Schilling (TSH, TZS). Ein Euro entspricht etwa 2000TSH, die kleinste Münze sind 50TSH, der größte Schein 10.000TSH. Auf dem Markt, auf dem wir Gemüse und Obst einkaufen, kosten 3 (herrliche!) Auberginen 500TSH (0,25€), 5 kleine Paprika 500TSH, ein Eimer voller Kartoffeln je nach Qualität 3000TSH (1,50€) und eine Banane 100TSH (0,05€). Ein Rucksack voller Obst und Gemüse (natürlich Bio :P) kann nach einem Marktbesuch also für 5-10€ randvoll gefüllt sein. Dienstleistungen wie Nähereien sind hier ebenfalls sehr preiswert. So hat sich eine Freundin eine komplette Notebooktasche für 5-7€ nähen lassen, exklusive des auch preiswerten, aber hochwertigen Stoffs.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Vergleichsweise teuer sind hier aber importierte Produkte. 1kg Müsli bekommt man hier nicht für unter 5€, ein bisschen Käse schlägt auch mit mindestens 5€ zu Buche, echte Butter mit 4€ pro 250g. Werkzeuge sind ebenfalls mindestens doppelt so teuer wie im heimischen Baumarkt. Ein Liter Diesel kostet hier umgerechnet 80 Cent, eine kWh Strom 15 Cent – beides also für das tansanische Preisniveau sehr teuer. Beim Essen in Restaurants kommt es ganz klar darauf an, wo man hin geht. Die großen Touri-Restaurants, die in TripAdvisor o.ä. gelistet werden, sind auch für deutsche Verhältnisse mittelklassig teuer. Geht man aber in kleinere oder unbekanntere Läden, zahlt man für ein ausgiebiges und oft sehr gutes Essen auch mal nur 2,50€.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;ausblick&#34;&gt;Ausblick&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;In den nächsten, hoffentlich bald folgenden Artikeln werde ich mich auf einzelne Themen beschränken. Technische, auf meine Arbeit bezogene Themen werde ich meinen Freunden aus dem Umkreis der &lt;a href=&#34;http://fsfe.org&#34;&gt;FSFE&lt;/a&gt; zuliebe auf Englisch verfassen, dazu kommen aber wahrscheinlich einige unterhaltsame Nuancen aus Kultur und Alltag hier in Tansania oder Reiseberichte, die dann wieder auf Deutsch geschrieben sein werden.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
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      <title>Freie Kommunikation ist die Essenz des Menschseins</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2014/freie-kommunikation-ist-die-essenz-des-menschseins/</link>
      <pubDate>Mon, 10 Nov 2014 13:15:19 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2014/freie-kommunikation-ist-die-essenz-des-menschseins/</guid>
      <description>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Im Folgenden werde ich – durch meinen Gemütszustand etwas angefeuert – darlegen, wieso digitale Kommunikationsüberwachung Gift für unsere Gesellschaft ist, weil sie nichts anderes als Millionen Abhörwanzen und Kameras in unseren privatesten Räumen ist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Seit einigen Monaten hat sich ein Grundkonflikt in den politischen Debatten verstärkt: Welche Kommunikation sollte überwacht werden dürfen und welche nicht? Ausschließlich inländische Kommunikation? Geschäftliche E-Mails? Telefongespräche über 20 Sekunden Dauer?&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;em&gt;Im Folgenden werde ich – durch meinen Gemütszustand etwas angefeuert – darlegen, wieso digitale Kommunikationsüberwachung Gift für unsere Gesellschaft ist, weil sie nichts anderes als Millionen Abhörwanzen und Kameras in unseren privatesten Räumen ist.&lt;/em&gt;&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Seit einigen Monaten hat sich ein Grundkonflikt in den politischen Debatten verstärkt: Welche Kommunikation sollte überwacht werden dürfen und welche nicht? Ausschließlich inländische Kommunikation? Geschäftliche E-Mails? Telefongespräche über 20 Sekunden Dauer?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Und parallel dazu bekomme ich seit mehreren Monaten regelmäßig Wutanfälle, nämlich wenn ich Kommentare von „Experten“ und Laien lese, die solche künstliche Trennungen von Kommunikation und deren unterschiedliche Bewertung immer noch ernsthaft in Erwägung ziehen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;wieso-ist-kommunikation--kommunikation&#34;&gt;Wieso ist Kommunikation = Kommunikation?&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Weil Kommunikation – in welcher Form auch immer – schützenswert ist und privat bleiben muss, weil wir uns sonst als Gesellschaft aufgeben. Es ist witzlos, gesetzlich eine künstliche Trennung zwischen Kommunikationsarten ziehen zu wollen. Nur die Ewiggestrigen können ernsthaft vorhaben, analoge und digitale Unterhaltung, Schriftwechsel und Meinungsaustausch zu trennen und deren Inhalt unterschiedlich zu behandeln.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ja, die technischen Wege der Kommunikationsformen sind unterschiedlich: Bei der einen rege ich durch Muskelbewegungen Vibrationen in der Luft an, die bei meinem Gegenüber im Ohr zu sinnvollen Informationen verarbeitet werden. Bei der anderen schicke ich (un)willkürlich Nullen und Einsen durch Netzwerke, die durch immer noch atemberaubende Technik an der anderen Seite wieder lesbar werden. Doch die Qualität ist dieselbe.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;stellen-wir-uns-einmal-vor&#34;&gt;Stellen wir uns einmal vor…&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Nehmen wir ein realitätsnahes Beispiel: Frau und Herr Schuster.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ol&gt;&#xA;&lt;li&gt;Es ist in unser aller Selbstverständnis, dass diese beiden Personen sich private, intime oder auch komplett irrelevante Nachrichten zukommen lassen dürfen, die keinen Staat und kein Unternehmen dieser Welt etwas angehen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Dabei sollte es ebenso common sense sein, dass es auch gleich sein sollte, ob einer der beiden Ausländer ist, sich im Ausland befindet oder beide beim bei einem deutschen E-Mail-Provider sind.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Es sollte auch vollkommen egal sein, ob die beiden sich die Nachrichten sprachlich, per Telefon oder digital zukommen lassen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Ein weiterer logischer Denkschritt ist, dass sich dieses Recht auf private, unüberwachte und sichere Kommunikation nicht nur auf Eheleute, sondern auf jede natürliche Person beziehen muss, egal in welchem Verhältnis sie zueinander stehen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ol&gt;&#xA;&lt;p&gt;Momentan ist in den meisten von uns der Gedanke verankert, dass das, was wir einer Person persönlich analog sagen, privat ist. Wir kommen nicht auf die Idee, dass sich zwischen dem einen und den anderen Ohr eine Abhörwanze befindet. Doch die Grenzen zwischen analoger und digitaler Kommunikation verschwimmen allmählich. Wenn ich heutzutage meine jugendlichen Gruppenkinder beobachte, wie sie ihre ersten Beziehungen pflegen, so wird klar, dass sie private und intime Informationen analog und digital gleich behandeln. WhatsApp und ähnliche Dienste ersetzen nicht persönliche Unterhaltungen, sondern nehmen einfach denselben Stellenrang ein. Deshalb schicken sie sich auch digital intime Bilder: Was für uns ältere Generationen nur im sprichwörtlichen Schlafzimmer möglich war, passiert nun in einem vermeintlich privaten digitalen Raum. Für die Jüngeren ergibt eine analoge Trennung in einem digitalen Raum keinen Sinn. Kommentare wie der unseres neuen EU-Digitalkommissars &lt;a href=&#34;http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/guenther-oettingers-entlarvender-nacktbilder-kommentar-a-994547.html&#34;&gt;Oettinger über die Dummheit dieser Generation&lt;/a&gt; sind daher weitab der Realität.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;wanzen-und-kameras-verändern-uns&#34;&gt;Wanzen und Kameras verändern uns&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Doch was meinen Gruppenkindern (zum Glück?) noch fehlt, ist der Sinn dafür, sein Verhalten zu verändern, wenn man sich überwacht fühlt. Wieder nehmen wir unser Beispiel der Familie Schuster. Würde der Mann der Frau noch schöne Worte ins Ohr flüstern, wenn er wüsste, dass seine Kommunikation möglicherweise von einem Geheimdienstler, Unternehmen oder einer Polizistin abgehört werden könnte? Ich glaube nicht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Genauso wenig würde sie wahrscheinlich ihre möglicherweise sehr linke politische Denkweise in einem privaten Gespräch offenbaren. Wer weiß schon, welche politischen Kräfte in zehn oder zwanzig Jahren wirken und ob diese nicht auf Überwachungsmaterial von früher zugreifen, um die Bevölkerung „einschätzen“ zu können?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Kurzum: Menschen ändern ihr Verhalten drastisch, wenn sie sich belauscht und beobachten fühlen. Und bei einem weiteren Blick in die Zukunft wird dieses Dilemma noch stärker: Heute schreiben wir zwar E-Mails und Kurznachrichten und die Trennung zwischen analoger und digitaler Kommunikation ist noch einigermaßen verständlich. Doch wie sieht das in zehn oder zwanzig Jahren aus? Möglicherweise können wir uns da schon Gedanken schicken, E-Mails könnten intuitiv verfasst und dann beim Empfänger direkt hörbar abgespielt werden. Durch Virtual Reality-Technik könnte man auch bei räumlicher Trennung beieinander sein, über digitale Kanäle vernetzt.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Und jetzt stellen wir uns mal vor, jegliche digitale Kommunikation könnte auch in Zukunft – so wie heute schon selbstverständlich – überwacht, angezapft, gespeichert und ausgewertet werden. Und meine Gruppenkinder würden dann anfangen zu verstehen, dass sie bei jeglichem Kontakt, der nicht komplett analog und geheim stattfindet, überwacht werden würden. Wären die kommenden Generationen noch freie Menschen oder schlicht Gefangene in gläsernen Zellen, umzingelt von Wanzen und Kameras?&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Als Jugendlicher hatte ich unglaubliche Vorfreude auf eine digitale Zukunft mit tausenden neuen Möglichkeiten. Heute habe ich Angst davor, was für eine Macht dort staatlichen und privaten Interessen zugeschanzt werden könnte und wie ich meine Verhaltensweisen dementsprechend anpassen muss, um mich nicht selbst zu stark verändern zu müssen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Übertreibe ich nur oder geht es anderen auch so?&lt;/p&gt;</content:encoded>
    </item>
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      <title>Guter E-Mail-Stil</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2014/guter-e-mail-stil/</link>
      <pubDate>Mon, 19 May 2014 12:56:12 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2014/guter-e-mail-stil/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Heutzutage ist schriftlicher Stil in E-Mails ebenso wichtig wie eine angemessene Sprechweise oder standardisierte Floskeln und Höflichkeiten in Briefen. E-Mails sind trotz Short Messaging wie per SMS, WhatsApp oder Facebook weiterhin die bedeutenste digitale Kommunikationsmöglichkeit.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das ist auch der Grund, weshalb ein guter E-Mail-Stil so enorm wichtig ist: Wir werden von E-Mails regelrecht bombardiert, auch wenn man den Spam nicht einmal mit einberechnet. Daher sollten wir uns und unseren Kommunikationspartnern die Sache erleichtern, indem wir einen guten, effizienten und dennoch freundlichen Umgang und Stil pflegen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Heutzutage ist schriftlicher Stil in E-Mails ebenso wichtig wie eine angemessene Sprechweise oder standardisierte Floskeln und Höflichkeiten in Briefen. E-Mails sind trotz Short Messaging wie per SMS, WhatsApp oder Facebook weiterhin die bedeutenste digitale Kommunikationsmöglichkeit.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das ist auch der Grund, weshalb ein guter E-Mail-Stil so enorm wichtig ist: Wir werden von E-Mails regelrecht bombardiert, auch wenn man den Spam nicht einmal mit einberechnet. Daher sollten wir uns und unseren Kommunikationspartnern die Sache erleichtern, indem wir einen guten, effizienten und dennoch freundlichen Umgang und Stil pflegen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;der-erstkontakt&#34;&gt;Der Erstkontakt&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Sollte man derjenige sein, der eine E-Mail versendet, sind bereits einige Dinge sehr wichtig:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;betreff&#34;&gt;Betreff&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Der Betreff ist das erste, was der Empfänger erhält und auch das, an was er sich bei weiterer Kommunikation erinnert.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Betreffe wie “Echt wichtig!”, “Das könnte dich interessieren”, “:-)” oder “Es geht um die Webseite &lt;code&gt;http://example.com&lt;/code&gt; zu der ich dich was fragen muss” sind entweder nicht informativ genug, zu kurz oder zu lang. Betreffe sollten das Thema präzise in nicht mehr als 5 Wörtern zusammenfassen, etwa “Fehlerhaftes Bild in Thunderbird-Artikel”.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;adressierung&#34;&gt;Adressierung&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das ganze E-Mail-System ist sehr einfach aufgebaut und viele Funktionen machen die Kommunikation sehr strukturiert, ganz im Vergleich zu neueren Plattformen wie Facebook. Man könnte hier sehr in die Tiefe gehen und spezielle Methoden wie CC oder BCC erwähnen, aber für diese sehr grundlegende Anleitung reicht eines: Man kann in das &lt;em&gt;An:&lt;/em&gt;-Feld mehrere Empfänger schreiben und muss seine einmal abgesendete E-Mail nicht mehrfach schreiben oder immer wieder weiterleiten. Das macht es für Empfänger gut sichtbar, an wen die Mail sonst noch so ging, und für den Sender gibt es ein Plus an Übersichtlichkeit und Transparenz, vor allem im Nachhinein.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;format&#34;&gt;Format&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Viele E-Mail-Clients bieten an, E-Mails in HTML zu verfassen. HTML ermöglicht erweiterte Formatierungen, Fettschreiben, das Einbinden von Bildern und so weiter. Trotzdem ist es ratsam, nur Reintext (auch als Plaintext bezeichnet) zu verwenden, und zwar aus folgenden Gründen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ol&gt;&#xA;&lt;li&gt;In den meisten Fällen wird es nicht benötigt: Man kann auch in Reintext-E-Mails problemlos formatieren: *fett*, /kursiv/ oder _unterstrichen_ ermöglichen Hervorhebungen. Listen lassen sich ganz normal per 1., a.) oder Spiegelstrichen machen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Bilder in E-Mails werden bei vielen Clients nicht angezeigt oder landen gar im Spamordner. Bilder sollten immer einfach nur angehängt werden.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Leute, die sehr viel E-Mails bekommen, schätzen es sehr, dass Reintext-E-Mails weniger Festplattenplatz benötigen als HTML-E-Mails.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Reintext-E-Mails sehen auf jedem Gerät gleich aus. Egal ob auf dem Smartphone oder auf einem 28-Zoll-Monitor: Diese E-Mails sind immer gut zu lesen und auch Menschen mit Behinderungen können diese durch Screenreader oder andere Hilfsmittel einwandfrei lesen.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ol&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;umbruch&#34;&gt;Umbruch&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wenn wie empfohlen Reintext verwendet wird, empfiehlt sich auch, dass man einen automatischen Umbruch aktiviert. Das bedeutet, dass nach 70-80 Zeichen automatisch eine neue Zeile begonnen wird.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Dadurch wird verhindert, dass Leute mit sehr breiten Bildschirmen elends lange Zeilen haben, was den Lesefluss erschwert.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;stil&#34;&gt;Stil&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Sollte eigentlich selbstverständlich sein, aber leider sieht man viel zu oft E-Mails mit grauenhafter Rechtschreibung, Zeichensetzung oder Formatierung. Ob man nun „Sehr geehrte Damen und Herren“ oder einfach nur „Guten Tag“ schreibt, das sollte man selbst je nach Situation entscheiden können, aber Rechtschreibung ist im privaten wie geschäftlichen Bereich immer von Wichtigkeit. Auch sollten die Grundprinzipien der Zeichensetzung tief verankert sein, etwa dass nach jedem Satzzeichen (Punkt, Komma, Semikolon, Ausrufe-/Fragezeichen) eine Leerstelle kommt. Des Weiteren empfiehlt es sich, in regelmäßigen Abständen neue Absätze zu machen, um den Text übersichtlich zu halten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;antworten&#34;&gt;Antworten&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Hat man eine neue E-Mail bekommen und möchte diese beantworten, gibt es auch wieder einige Dinge, die man beachten sollte, um seine Informationen möglichst leicht und übersichtlich unterzubringen und es dem entfernten Gegenüber leicht zu machen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Prinzipiell sollte man immer auf &lt;em&gt;Antworten&lt;/em&gt; in seinem Mailprogramm drücken und nicht etwa eine neue E-Mail mit neuem Betreff verfassen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;betreff-1&#34;&gt;Betreff&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Beim Antworten gibt es in puncto Betreff nur zwei Regeln:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;ol&gt;&#xA;&lt;li&gt;Betreff nicht verändern, wenn das Thema weiterhin dasselbe ist&lt;/li&gt;&#xA;&lt;li&gt;Wenn sich das Thema ändert oder man noch etwas ganz anderes nachfragen will, sollte man dafür eine ganz neue E-Mail mit separatem Begriff verfassen. So ist nach einigen Monaten immer noch ersichtlich, dass es in einer Unterhaltung mit dem Thema „Meine neue Hose“ nicht um politische Diskussionen geht.&lt;/li&gt;&#xA;&lt;/ol&gt;&#xA;&lt;h3 id=&#34;zitierung&#34;&gt;Zitierung&lt;/h3&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ganz wichtig bei längeren Unterhaltungen ist der richtige Zitierstil. Wenn wir mit Leuten reden, sind wir gewöhnt, meist immer unmittelbar auf ein Thema antworten zu können, womit dem Gegenüber klar wird, auf was wir anspielen. In E-Mails ist das meist nicht so einfach. Hier sollte man darauf achten, dass man den sogenannten Inlinequote benutzt und kein &lt;a href=&#34;https://de.wikipedia.org/wiki/TOFU&#34;&gt;TOFU&lt;/a&gt; (Text oben, Fullquote unten). Zwei aus der Wikipedia abgeleitete Beispiele, die das verdeutlichen:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34;&gt;&lt;code&gt;Lieber Oskar,&#xA;&#xA;das stimmt doch gar&#xA;nicht. Richtig ist 4.&#xA;&#xA;Ich hätte gerne einen Bierkrug.&#xA;&#xA;Gruß&#xA;Max&#xA;&#xA;--Ursprüngliche Nachricht--&#xA;Von: Oskar&#xA;[mailto:oskar@example.net]&#xA;Gesendet: Sonntag, 24.&#xA;Dezember 2006 12:00&#xA;An: Max&#xA;Betreff: (kein Betreff)&#xA;&#xA;Lieber Max,&#xA;&#xA;eines wollte ich Dir schon&#xA;immer einmal sagen - das&#xA;habe ich mich bisher bloß&#xA;nicht getraut. Es lässt&#xA;mir aber einfach keine&#xA;Ruhe, deshalb muss es nun&#xA;heraus:&#xA;2 + 2 = 5&#xA;Wie jedermann weiß.&#xA;&#xA;Außerdem fahre ich bald nach Mallorca,&#xA;soll ich dir was mitbringen?&#xA;&#xA;Beste Grüße&#xA;Oskar&#xA;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;p&gt;Wenn man diese Mail nach einigen Tagen öffnet, fragt man sich zurecht, was denn nun ein Bierkrug mit einer falschen Behauptung zu tun hat. Besser ist dabei der bereits erwähnte Inlinequote (“Zitat zwischen den Zeilen”):&lt;/p&gt;&#xA;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34;&gt;&lt;code&gt;Lieber Oskar,&#xA;&#xA;Oskar schrieb:&#xA;&amp;gt; 2 + 2 = 5&#xA;&#xA;das stimmt doch gar&#xA;nicht. Richtig ist 4.&#xA;&#xA;&amp;gt; Außerdem fahre ich bald nach Mallorca,&#xA;&amp;gt; soll ich dir was mitbringen?&#xA;&#xA;Ich hätte gerne einen Bierkrug.&#xA;&#xA;Gruß Max&#xA;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;p&gt;Das macht Unterhaltungen wesentlich übersichtlicher.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h4 id=&#34;antwort-knopf&#34;&gt;Antwort-Knopf&lt;/h4&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wie schon im ersten Abschnitt erwähnt, kann man Mails an mehrere Empfänger schreiben. Wenn man also auf eine Mail antwortet, die an mehrere Leute adressiert wurde, sollte man seine Antwort in den meisten Fällen auch an alle schreiben. Die meisten E-Mail-Programme bieten dafür einen „Allen antworten“-Knopf, der automatisch alle Empfänger und den ursprünglichen Sender einbindet. Das spart Zeit und Nerven und ist nur sinnvoll, damit etwa Fragen des ursprünglichen Senders nur ein mal beantwortet werden müssen bzw. aufeinander eingegangen werden kann – so wie im echten Leben.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;weiterleitungen&#34;&gt;Weiterleitungen&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auch Weiterleitungen sind ein wichtiger Bestandteil des E-Mail-Systems. Bekommt man etwa eine Einladung zu einem Vortrag o.ä. und möchte einem Bekannten dies auch mitteilen, so leitet man ihm am besten die gesamte Einladungs-Mail weiter, damit er ebenfalls über alle Informationen verfügt. Die meisten E-Mail-Programme bieten diese Funktion an.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Jedoch sollte man darauf achten, es dem Empfänger so einfach wie möglich zu machen. Einfach nur Weiterleiten ist nicht gern gesehen, man sollte auch eine grobe Zusammenfassung hinzufügen, um was es denn überhaupt geht. In dem konkreten Beispiel sollte man also vorweg schreiben:&lt;/p&gt;&#xA;&lt;pre tabindex=&#34;0&#34;&gt;&lt;code&gt;Hallo Peter,&#xA;&#xA;anbei eine Einladung zu einem interessanten Vortrag über die Geschichte der E-Mail. Er findet nächste Woche statt und ich würde mich freuen, wenn Du auch dabei wärst. Lies Dir doch die Einladung durch und sag mir Bescheid.&#xA;&#xA;Gruß&#xA;Julian&#xA;&#xA;----- Weitergeleitete Nachricht -----&#xA;...&#xA;...&#xA;&lt;/code&gt;&lt;/pre&gt;&lt;h2 id=&#34;fazit&#34;&gt;Fazit&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Mit diesen sehr grundlegenden Grundregeln macht man sich selbst und anderen E-Mailen sehr viel einfacher und angenehmer. E-Mails sind nämlich eine hervorragende Möglichkeit des Austausches und sind nicht ohne Grund das immer noch am meisten genutzte Medium zur Kommunikation über das Internet. Und dabei haben wir hier nur an der Oberfläche gekratzt: Mailing-Listen, Alias-Adressen, Mailfilter oder Templateblöcke können es gerade für Vielschreiber noch entspannter und effektiver machen. Doch befolgt man alleine schon die grundlegenden Hinweise der letzten Absätze, die bereits nach kurzer Übung im Blut sind, macht man sich im privaten oder geschäftlichen E-Mail-Verkehr viel Freude und Freunde.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Habe ich eine ganz wichtige Regel vergessen oder bin ich viel zu streng und konservativ? Ich freue mich über Kommentare und Verbesserungsvorschläge!&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
    </item>
    <item>
      <title>Wirklich sichere WhatsApp Alternativen</title>
      <link>https://mehl.mx/blog/2014/wirklich-sichere-whatsapp-alternativen/</link>
      <pubDate>Fri, 21 Feb 2014 09:41:54 +0000</pubDate>
      <guid>https://mehl.mx/blog/2014/wirklich-sichere-whatsapp-alternativen/</guid>
      <description>&lt;p&gt;Nachdem diese Woche bekannt wurde, dass Facebook es endlich geschafft hat, WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton mit einer stolzen Summe von rund 16 Milliarden US-Dollar &lt;a href=&#34;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/uebernahme-in-der-technikbranche-facebook-kauft-whatsapp-1.1893830&#34;&gt;zum Verkauf ihrer Firma&lt;/a&gt; zu bewegen, fragen sich viele, was sich nun in Sachen Privatsphäre ändern wird – und wie man dem entgegenwirken kann. In diesme Artikel werde ich erläutern, was man bei der Wahl des richtigen Messengers beachten sollte, warum Threema nicht die Lösung ist und was wirklich sichere Alternativen sind.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;Nachdem diese Woche bekannt wurde, dass Facebook es endlich geschafft hat, WhatsApp-Gründer Jan Koum und Brian Acton mit einer stolzen Summe von rund 16 Milliarden US-Dollar &lt;a href=&#34;http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/uebernahme-in-der-technikbranche-facebook-kauft-whatsapp-1.1893830&#34;&gt;zum Verkauf ihrer Firma&lt;/a&gt; zu bewegen, fragen sich viele, was sich nun in Sachen Privatsphäre ändern wird – und wie man dem entgegenwirken kann. In diesme Artikel werde ich erläutern, was man bei der Wahl des richtigen Messengers beachten sollte, warum Threema nicht die Lösung ist und was wirklich sichere Alternativen sind.&lt;/p&gt;&#xA;&#xA;&lt;link rel=&#34;stylesheet&#34; href=&#34;https://mehl.mx/css/snap-gallery.css&#34; /&gt;&lt;figure &gt;&#xA;  &lt;div class=&#34;snap-wrapper&#34;&gt;&#xA;    &#xA;      &lt;img src=&#34;https://mehl.mx/img/blog/rip-whatsapp.jpg&#34; class=&#34;snap-thumb&#34;/&gt;&#xA;    &lt;/a&gt;&#xA;    &lt;/div&gt;&#xA;&lt;/figure&gt;&#xA;&#xA;&lt;h2 id=&#34;grundlegendes&#34;&gt;Grundlegendes&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Prinzipiell geht es hier um zwei Aspekte von Datenschutz: Erstens der Schutz vor (halb)staatlicher Überwachung und zweitens der Schutz seiner persönlichen Daten vor privaten Konzernen, meist Werbetreibende.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Beides sollte jedem von uns sehr wichtig sein, denn WhatsApp befördert noch kritischere Daten als Facebook heutzutage. Wissen wir mittlerweile, dass wir vielleicht nicht unbedingt unseren 300 „Freunden“ auf Facebook unsere peinlichsten Momente per Video mitteilen sollten und dass dort vielleicht auch der künstige Arbeitgeber mitlesen kann, so chatten wir auf WhatsApp viel privater mit einer zweiten Person oder einer sich kennenden Gruppe. Die Hemmschwelle, mal eben lustig-peinliche Bilder zu schicken ist niedriger, genauso wie es einfacher ist, sich anzügliche Nachrichten und Medien hin- und herzuschicken. Bisher haben nur die wenigsten damit ein Problem gehabt, denn es blieb ja privat.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Das war allerdings schon vor dem Kauf durch Facebook nicht garantiert. WhatsApp hat sich zwar von Anbeginn an den Grundsätzen verschrieben, unabhängig zu bleiben und keine Werbung zu schalten, aber die Nutzungsbedingungen waren schon damals kaum privatsphärenachtend. Dass sich das durch den Einstieg von Facebook rapide ins negative verändern wird, sollte aber jedem einleuchten: Facebook lebt durch den Verkauf von Werbung und den Verkauf von persönlichen Daten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ein Paar schickt sich anzügliche Bilder und Texte? Na was wäre da angebrachter als Werbung  Unterwäsche und Sexspielzeuge? Jemand schickt immer viele Bilder und Videos von Clubs und Festivals? Werbung für Nikon-Kameras und überteuerte Tickets wären da doch genau das richtige. Und damit nichts verloren geht, wird das alles noch auf unbestimmte Zeit gespeichert, inklusive Namen, Bild und GPS-Verlaufsdaten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;die-suche-nach-den-alternativen&#34;&gt;Die Suche nach den Alternativen&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Jetzt geht in sozialen Netzwerken und in Onlinemagazinen die Suche nach Alternativen los – absolut berechtigt. Aber leider wird wieder nicht aus den Fehlern gelernt, die schon bei WhatsApp gemacht wurden: Wir vertrauen allzu oft dem bloßen Versprechen der App-Anbieter. Auch Jan Koum hat noch kürzlich gesagt, dass WhatsApp nicht verkauft wird und nicht auf Profit aus ist. Aber bei einer Summe mit 9 Nullen hintendran wird jeder schwach…&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Threema&lt;/strong&gt; ist dafür ein trauriges Beispiel. Der kostenpflichtige Dienst wirbt mit hohen Verschlüsselungsstandards, den meisten Funktionen von WhatsApp und sicheren Servern in der Schweiz – und wird deswegen von vielen teils seriösen Zeitungen als „der NSA-Ärgerer“ oder „sicherer Hafen für private Kommunikation“ gepriesen. Doch es gibt ein grundlegendes Problem mit Threema: Es ist keine Freie Software.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Freie Software? Was’n das?&lt;/strong&gt; &lt;a href=&#34;https://fsfe.org/about/basics/freesoftware.de.html&#34;&gt;Freie Software&lt;/a&gt; wird oft auch als Open Source bezeichnet, also dass der Quellcode des Programms öffentlich ist. Dadurch kann jeder Interessierte &lt;em&gt;den Programmcode auf Hintertüren und Schwachstellen untersuchen&lt;/em&gt;. Natürlich beherrscht das nicht jeder, aber es gibt genügend IT-Spezialisten, welche dies regelmäßig machen und somit einen großen Beitrag zur Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit von gängigen Verschlüsselungstechniken beitragen: GnuPG (für E-Mails), Tor (zum anonymen Surfen) oder OTR (zum verschlüsselten Chat).&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Freie Software (welche sich durch die Benutzung von freien Lizenzen definiert) geht auch einen Schritt weiter: Sie erlaubt jedem Menschen die Modifizierung des Programms und die Weiterveröffentlichung. Wird also der Entwickler einer Freien Software für Verschlüsselung aufgekauft und ist dadurch nicht mehr vertrauenswürdig, können Freiwillige den Quellcode kopieren, anpassen und unter einem anderen Namen wieder der Allgemeinheit frei zur Verfügung stellen. Somit geht eine Freie Software nicht verloren.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Freie Software hat übrigens &lt;em&gt;nichts mit dem Preis zu tun&lt;/em&gt;, sondern ausschließlich mit den Freiheiten, die den Nutzern dabei garantiert werden: Das Recht, dass jeder für jeden Zweck die Software nutzen kann, dass man den Quellcode einsehen kann, diesen verändern darf und dann weiterveröffentlichen darf.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wir können also nie nachprüfen, ob Threema seine Versprechen hält, die Daten der Nutzer nicht weiterzugeben. Und es ist auch nicht zu überprüfen, ob die Verschlüsselung nicht ein Leck hat, sei es wissentlich oder nicht. Und wenn Threema in ein paar Jahren von einem Silicon Valley-Konzern (wer denkt da auch an Google?) aufgekauft wird, gehören die Daten wieder mal nicht uns, den Usern, sondern dem neuen Besitzer – und alles war umsonst.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Es gibt weitere Anbieter, die viel versprechen, aber in der Hinsicht wenig halten. Dazu gehören etwa &lt;strong&gt;SilentCircle&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Wickr&lt;/strong&gt; und nahezu alle Apps, die „verschlüsselten Chat“ bieten, wenn man mal im Google Play Store sucht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Andere Alternativ-Apps wie &lt;strong&gt;Hike&lt;/strong&gt;, &lt;strong&gt;Line&lt;/strong&gt; und &lt;strong&gt;Viber&lt;/strong&gt; legen beispielsweise erst überhaupt keinen Wert auf Verschlüsselung und bieten dabei staatlichen Behörden, aber auch Hobbyhackern massenhaft Möglichkeiten, private Daten abzufangen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;gibts-denn-überhaupt-sichere-alternativen&#34;&gt;Gibt’s denn überhaupt sichere Alternativen?&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ja, die gibt es, man muss sie nur finden! Sie müssen prinzipiell nur zwei Dinge erfüllen: Erstens Freie Software/Open Source und zweitens mit leistungsfähiger Verschlüsselung. Es gibt noch einige andere wünschenswerte Sachen, aber diese beiden sind grundlegend.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Einer der heißesten Kandidaten ist &lt;strong&gt;surespot&lt;/strong&gt; für Android und iOS. Diese App nimmt Verschlüsselung sehr ernst und ist hoch leistungsfähig. Bilder- und Audioübertragungen funktionieren problemlos in hoher Qualität. Ein weiterer Vorteil ist, dass man das Konto leicht umziehen kann, da es nicht an eine Telefonnummer, sondern an einen frei wählbaren Nicknamen gebunden ist. Es ist also eine gewisse Pseudonymität gegeben.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Wird surespot das erste mal nach Start des Geräts geöffnet, wird man nach seinem Kennwort gefragt, das man bei der Accounterstellung angeben muss. Danach bleibt es im Hintergrund und fragt auch nicht mehr nach dem Kennwort, solange man sich nicht abmeldet.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vorteile&lt;/em&gt;: Technisch die wohl ausgereifteste App&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachteile&lt;/em&gt;: Bisher gibt keine Unterstützung von Gruppenchats und Videonachrichten.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Eine weitere App ist &lt;strong&gt;Telegram&lt;/strong&gt;, auch für Android und iOS. Was als erstes ins Auge sticht ist die enorme optische Ähnlichkeit mit Whatsapp. Auch Telegram verspricht effektive Verschlüsselung, allerdings muss die wirklich effektive Verschlüsselung erst jedes mal manuell aktiviert werden – sehr schade. Von unabhängigen Experten wurde auch die Leistungsfähigkeit der Verschlüsselung bemängelt. Positiv ist aber, dass Gruppenchats möglich sind und auch sonst kaum Funktionen von WhatsApp fehlen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vorteile&lt;/em&gt;: Kaum ein Funktionsunterschied zu WhatsApp, grundlegende Verschlüsselung&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachteile&lt;/em&gt;: „Secret Chats“ müssen jedes mal manuell aktiviert werden, Verschlüsselung ist nicht auf höchstem Niveau&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;ChatSecure&lt;/strong&gt; für Android und iOS stammt vom renommierten Guardian Project, welches sich auf die Entwicklung von Apps für sichere Kommunikation konzentriert hat. Hervorstechend ist, dass es rein technisch die wohl sicherste Variante ist, da es auf OTR und XMPP aufsetzt und man auch seinen eigenen Server betreiben kann, also komplett unabhängig ist. Der eindeutige Nachteil ist, dass es eine andauernde Verbindung zum Server benötigt und dadurch ordentlich Batterie frisst. Dadurch kann man auch nicht chatten, wenn man offline ist. Zudem wird die iOS-Version leider durch das Apple-System alle 10 Minuten automatisch beendet.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vorteile&lt;/em&gt;: Technisch hochgradig effizient, bewährte Verschlüsselung&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachteile&lt;/em&gt;: Akkufresser, auf iOS kaum nutzbar, Gruppenchats nicht möglich&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Ebenfalls erwähnenswert ist &lt;strong&gt;TextSecure&lt;/strong&gt; (nicht verwechseln mit ChatSecure oben). Die Entwicklung dieser App ist etwas kompliziert, daher hier nur die Kurzzusammenfassung. Zu Anfang dieser App wurden Nachrichten verschlüsselt per SMS/MMS versendet, allerdings verursachte das zahlreiche Probleme, was den guten Ansatz getrübt hat. Das wurde jetzt über Bord geworfen und die Weiterentwicklung einer App ausschließlich auf Datenbasis (wie WhatsApp) hat begonnen. Diese wird Android und iOS unterstützen, Bilder, Videos und Gruppenchats werden auch dabei sein – und kostenlos soll’s auch werden! Zudem sind die Entwickler alle Größen in der Community.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vorteile&lt;/em&gt;: Technisch einwandfreier Ansatz, state-of-the-art-Verschlüsselung&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachteile&lt;/em&gt;: Bis zur Veröffentlichung von TextSecureV2 vergeht noch etwas Zeit, bis dahin nicht wirklich empfehlenswert.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Als letzte hier vorgestellte Alternative ist &lt;strong&gt;Kontalk&lt;/strong&gt; zu nennen. Auch diese ist leider nicht uneingeschränkt zu empfehlen, da sie erstens nur auf Android funktioniert und zweitens momentan noch eine unausgereifte Verschlüsselung bietet. Das soll sich im Laufe dieses Jahres ändern mit dem Umstieg auf ein anderes Protokoll (XMPP), aber Unterstützung für iOS (was für den Chat mit Apple-Freunden leider notwendig ist) ist trotzdem nicht in Sicht.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Vorteile&lt;/em&gt;: Leichte Bedienung, gute Performance&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;&lt;em&gt;Nachteile&lt;/em&gt;: Technisch mit leichten bis mittleren Mängeln, keine iOS-Unterstützung.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;h2 id=&#34;also-was-nun&#34;&gt;Also was nun?!&lt;/h2&gt;&#xA;&lt;p&gt;Schwer zu sagen. Es gibt bisher noch keinen eindeutigen Favoriten, den man uneingeschränkt empfehlen kann.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auf kurze Sicht würde ich zu &lt;strong&gt;surespot&lt;/strong&gt; oder &lt;strong&gt;Telegram&lt;/strong&gt; raten, je nachdem, wie wichtig einem Gruppenchats und Videos sind. surespot ist dabei die sicherere Variante, Telegram die zugänglichere. Da aber der Erfolg einer App eh nur von der Nutzerbasis abhängt, wird es wahrscheinlich Telegram werden.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;p&gt;Auf lange Sicht hin lohnt es sich, &lt;strong&gt;TextSecure&lt;/strong&gt; im Auge zu behalten. Wenn alles so wird, wie es momentan geplant ist, steht uns im Sommer ein Freudenfest für Datenschutz und Privatsphäre ins Haus! Auch &lt;strong&gt;heml.is&lt;/strong&gt;, welches noch nicht veröffentlicht wurde, könnte ein guter Kandidat werden, allerdings gibt es noch kaum technische Hintergrundinfos und die sinngemäße Aussage, man versuche, so viel wie möglich Open Source zu machen, gibt einem zu denken. Also noch nicht zu häuslich in der WhatsApp-Alternative einrichten, mit Sicherheit kommt noch etwas besseres.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;Nochmal: &lt;strong&gt;Threema&lt;/strong&gt; klingt zwar toll, ist es aber allein vom Konzept nicht, da der Quellcode nicht öffentlich ist. &lt;em&gt;Nur Freie Software schützt effektiv die Sicherheit und Privatsphäre von uns Anwendern&lt;/em&gt; – alles andere sind schlicht Werbelügen und hohle Phrasen.&lt;/p&gt;&#xA;&lt;/blockquote&gt;&#xA;&lt;p&gt;PS: Während dem Schreiben habe ich noch &lt;a href=&#34;http://web.archive.org/web/20210512210108/https://missingm.co/2014/02/fighting-dishfire-the-state-of-mobile-cross-platform-encrypted-messaging/&#34;&gt;einen netten Artikel&lt;/a&gt; gefunden, der nochmal einige Apps gegenüberstellt und dabei auch mehr auf die dahinterliegende Technik eingeht.&lt;/p&gt;&#xA;</content:encoded>
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