Nach der verheerenden Flutkatastrophe in Deutschland im Juli 2021 veröffentlichte BILD einen Artikel, der das Versagen der NINA-Warn-App kritisierte, nicht genug Menschen während der Katastrophe zu erreichen. Der Artikel hebt hervor, dass die App trotz rund 9 Millionen Downloads nur etwa ein Zehntel der Bevölkerung erreichte und viele Menschen nicht ausreichend vor den Fluten gewarnt wurden.
Ich wurde im Artikel zu den technischen Problemen mit NINA und dem zentralisierten Warnsystem zitiert:
Kritik an NINA kommt auch von Max Mehl (Free Software Foundation Europe): Da NINA keine freie Software sei, könne sie auch nicht durch die Öffentlichkeit oder unabhängige Experten überprüft werden. Am bundesweiten Warntag 2020 versagte NINA schließlich komplett.
Der Flaschenhals des Systems laut Mehl: das zentrale Warnsystem, durch das auch NINA mit Infos gefüttert wird. Damals sei die App förmlich verstopft worden mit Informationen und habe die Warnungen „nur zeitversetzt oder gar nicht" abgesetzt. Im echten Katastrophenfall fatal!
Der Experte zu BILD: „Wenn Sie die Bewohner einer Straße informieren wollen, ist es mit Sicherheit schneller, laute Durchsagen mit Megafonen zu machen, als an jeder Haustür einzeln zu klopfen und die Nachricht zu überbringen." Genauso wie das Haustür-Verfahren funktioniere aber die Warnung per App.
Der Artikel diskutiert, wie Warnungen Menschen automatisch erreichen müssen und nicht davon abhängig sein dürfen, dass sie eine App installieren.
Der vollständige Artikel kann auf der archivierten BILD-Seite gelesen werden (siehe Link oben).
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