Keine IT-Sicherheit ohne Freie Software

Max Mehl während seiner Präsentation auf dem Winterkongress Digitale Gesellschaft Schweiz 2020

Bild von mir bei der Präsentation auf dem Winterkongress Digitale Gesellschaft Schweiz

Beim Winterkongress der Digitalen Gesellschaft Schweiz hielt ich einen Vortrag über den fundamentalen Zusammenhang zwischen IT-Sicherheit und Freier Software/Open Source. Die Kernthese war provokant formuliert, aber technisch begründet: Echte IT-Sicherheit ist ohne Freie Software nicht möglich. In einer Zeit, in der Cybersecurity zunehmend als kritisches Thema für Gesellschaft, Wirtschaft und Staat wahrgenommen wurde, argumentierte ich, dass proprietäre Software strukturelle Sicherheitsprobleme mit sich bringt, die nicht einfach durch bessere Praktiken gelöst werden können.

Der Vortrag beleuchtete mehrere Dimensionen dieses Arguments: Transparenz als Voraussetzung für Vertrauen, die Notwendigkeit unabhängiger Sicherheitsüberprüfungen, das Problem von Hintertüren und nicht offengelegten Schwachstellen in Closed-Source-Software, sowie die Bedeutung von Vendor-Unabhängigkeit für langfristige Sicherheitsupdates. Für das Publikum beim Winterkongress, das sich für digitale Bürgerrechte und eine demokratische digitale Gesellschaft einsetzt, war diese Verbindung zwischen Freiheit und Sicherheit besonders relevant. Der Vortrag zeigte, dass es kein Widerspruch ist, gleichzeitig für Softwarefreiheit und für Sicherheit einzutreten. Ganz im Gegenteil: das eine setzt das andere voraus.



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